Staatswald erhält FSC Umweltcertifizierung

Waldbau Landeswald erhält FSC-Label – Höfken nimmt Zertifikat entgegen

Mainz, 05.12.12 „Der Staatswald in Rheinland-Pfalz erhält das Label FSC (Forest Stewardship Council) und damit die Bestätigung, dass die Waldbewirtschaftung im Land den strengen Regeln eines weltweit anerkannten Umweltsiegels entspricht“, erklärte Forstministerin Ulrike Höfken heute im Walderlebniszentrum Soonwald. In Anwesenheit von Vertretern von FSC Deutschland nahm die Ministerin das Zertifikat durch eine unabhängige Zertifizierungsfirma entgegen. „Mit dem FSC-Label wollen wir nicht nur den naturnahen Waldbau unterstützen, sondern auch Holzwirtschaft und Verbrauchern die bewusste Entscheidung für ein nachhaltiges Holz-Produkt ermöglichen“, so Höfken. Die Landesregierung habe daher die FSC-Zertifizierung im Koalitionsvertrag festgelegt.

Landesforsten Rheinland-Pfalz ist der größte Waldbesitzer in Deutschland, der sich dem FSC-Label anschließt. In einem ersten Schritt haben in diesem Jahr zwölf rheinland-pfälzische Forstämter erfolgreich den FSC-Audit durchlaufen. Sie erhielten das Zertifikat heute als erste Mitglieder aus der Hand der Ministerin. Bis 2014 werden alle 45 Forstämter des Landes in die FSC-Gruppe aufgenommen. „Anerkannte Gütesiegel wie FSC seien weltweit ein wichtiges Instrument, um sicher zu sein, kein Holz aus illegalem Raubbau zu verwenden, machte Höfken deutlich.

Eine Studie des WWF gehe davon aus, dass jährlich 2,8 Millionen Kubikmeter illegal eingeschlagenen Holzes aus Brasilien in die EU importiert werden, neun Prozent davon nach Deutschland. „Damit Instrumente wie zum Beispiel die neue EU-Gesetzgebung zum Verbot des Importes von illegalem Holz greifen können, muss Herkunft und Herstellung nachvollziehbar sein. Die Zertifizierung ist dafür ein Schlüsselfaktor“, so die Ministerin.

Der Forest Stewardship Council (FSC) wurde 1993 als international tätige, regierungsunabhängige und gemeinnützige Organisation gegründet. Die Mitglieder sind Interessengruppen wie Waldbesitzer, Holzindustrie, Naturschutzorganisationen und Gewerkschaften aber auch Organisationen der Ureinwohner z.B. der Amazonasregion sowie Zertifizierungsunternehmen. Die Zentrale von FSC-International hat ihren Sitz in Bonn. „Ziel von FSC ist es, den Wald so zu bewirtschaften, dass die ökologische Vielfalt erhalten bleibt, die lokale Bevölkerung und die Anforderungen der Arbeitnehmer einbezogen werden und es zugleich ökonomisch rentabel ist. Dem Prinzip Nachhaltigkeit wird also im besten Sinne entsprochen“, so Höfken.

Umweltschutz

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