Handwerk setzt auf Ausbildung

Berufsorientierung

Wirtschaftsministerium mit Handwerkskammern im Gespräch

Mainz, 10.12.12 Wirtschaftsstaatssekretär Uwe Hüser hat sich zum Gedankenaustausch über aktuelle handwerkspolitische Themen mit der Arbeitsgemeinschaft der rheinland-pfälzischen Handwerkskammern getroffen. Neben der Diskussion über die speziellen Maßnahmen zur Förderung des Handwerks ging es dabei um bildungspolitische Fragen, Berufsorientierungsmaßnahmen im Handwerk und um die wichtige Rolle der Handwerkerschaft bei der Umsetzung der Energiewende in Rheinland-Pfalz.

In dem Gespräch wurde eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Landesregierung und Handwerkskammern in energiepolitischen Fragen vereinbart. Die Zusammenarbeit bei der Energieberatung soll unter Einbeziehung der neu gegründeten Landesenergieagentur intensiviert werden. Auch bei der energetischen Sanierung von Berufsbildungsstätten der Handwerkskammern ergeben sich Ansatzpunkte für ein Zusammenwirken. „Wir sind der Auffassung, dass Handwerk als stabilisierender wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Faktor wirkt. Die Stärke unserer Wirtschaft ist eng an die Stärke unserer Ausbildung gekoppelt. Die Fähigkeit, jungen Menschen Perspektiven zu geben, ist für unsere Handwerksmeister selbstverständlich“, sagte Karl Josef Wirges, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der rheinland-pfälzischen Handwerkskammern.

Die Handwerkskammern zeigten zwar Verständnis bezüglich der infolge der Schuldenbremse notwendigen Rückführung von Landeszuschüssen für die Förderung des Baues und der Ausstattung von Berufsbildungsstätten und der darin stattfindenden überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung. Sie vertraten aber zugleich die Auffassung, dass die allseits anerkannte große Bedeutung der Berufsausbildung im Dualen System durch entsprechende Prioritätensetzung auch in der konkreten Förderpraxis ihren Niederschlag finden müsse. Gleiches gelte für die für das Handwerk ebenfalls sehr wichtige Betriebs- und Exportberatung im Handwerk.

Staatssekretär Hüser versicherte den Vertretern der Handwerkskammern, sich im Rahmen des Möglichen für eine den berechtigten Belangen des Handwerks gerecht werdende Förderpolitik in diesen Bereichen einzusetzen. Wichtig sei aber vor allem, vom Landesparlament trotz aller Einsparzwänge für die wichtigen Maßnahmen zur Förderung des Handwerks für den nächsten Doppelhaushalt genügend Mittel zugewiesen zu bekommen. Ein weiterer Schwerpunkt des Gespräches war das vor dem Hintergrund der notwendigen Fachkräftesicherung immer wichtiger werdende Thema „Durchführung von Berufsorientierungsmaßnahmen durch das Handwerk und deren Finanzierung“.

Bei der Erörterung allgemeiner bildungspolitischer Fragen war es ein Hauptanliegen der Handwerkskammern, mit der vom Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung zugesagten Unterstützung sicherzustellen, dass der beruflichen Ausbildung der Stellenwert beigemessen werde, der ihr tatsächlich zukomme. Die große Bedeutung des Dualen Systems für die Vermeidung von Jugendarbeitslosigkeit sei gerade im Zuge der Eurokrise und der hohen Arbeitslosigkeit von Jugendlichen in vielen Ländern Südeuropas deutlich geworden.

Berufsbildungsstätten, Fachkräfte, Export

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