Ein Drittel weniger landwirtschaftliche Betriebe

Weniger landwirtschaftliche Betriebe Landwirtschaftlich genutzte Fläche leicht rückläufig Bad Ems, 17.12.12 Im März 2012 waren in Rheinland-Pfalz noch 19.200 landwirtschaftliche Betriebe tätig. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes fast 37 Prozent weniger als im Jahr 2002, als es noch 30.400 landwirtschaftliche Betriebe gab. Gegenüber dem Vorjahr betrug der Rückgang 3,5 Prozent. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich zwischen 2002 und 2012 dagegen nur um 1,3 Prozent. Dadurch stieg die durchschnittlich genutzte Fläche je Betrieb von 23 auf 36 Hektar. Ein Viertel der Betriebe bearbeitete weniger als fünf Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. In diesem Segment sind vor allem Wein-, Obst- und Gartenbaubetriebe zu finden. Diese Betriebe benötigen wegen der höheren Wertschöpfung pro Flächeneinheit eine kleinere Flächenausstattung als z. B. die Getreideerzeuger. Knapp 400 Betriebe (2,1 Prozent) bewirtschaften inzwischen mehr als 200 Hektar. Sie verfügen damit über rund 15 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Landes. Vor zehn Jahren gab es weniger als 200 Betriebe mit einer derartigen Flächenausstattung. Sie bewirtschafteten seinerzeit 5,8 Prozent der gesamten Fläche. Bundesweit wurden noch 288.200 landwirtschaftliche Betriebe gezählt, 1,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor und gut 31 Prozent weniger als 2003. Insgesamt betrug die landwirtschaftlich genutzte Fläche 16,7 Millionen Hektar, sodass ein Betrieb in Deutschland auf durchschnittlich 58 Hektar kam. Der rheinland-pfälzische Anteil an den Betrieben insgesamt betrug 6,7 Prozent und bei der landwirtschaftlich genutzten Fläche vier Prozent. In Deutschland bearbeiten inzwischen vier Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe 200 Hektar und mehr. Die Daten stammen aus der jährlich stattfindenden Bodennutzungshaupterhebung. Befragt wurden rund 6.000 landwirtschaftliche Betriebe mit fünf Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten. Die Angaben dieser Betriebe wurden zu einem Landesergebnis hochgerechnet. Regionalisierte Ergebnisse liegen für das Jahr 2010 vor. Beim zeitlichen Vergleich ist zu berücksichtigen, dass die unteren Erfassungsgrenzen (zuletzt für das Jahr 2010) angehoben wurden. Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)
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