Biotoppflege im Westerwald

Biotoppflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet „Eisenbachwiesen“ durch SGD Nord vorgestellt Koblenz, 18.12.12 Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord hat bei einem Ortstermin die geplanten Biotopflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet „Eisenbachwiesen“ vorgestellt. Das Gebiet liegt zwischen Meudt und Herschbach im Westerwaldkreis und hat eine Größe von ca. 200 Hektar. Das Schutzgebiet besteht seit 1981 und ist überregional von Bedeutung, weil es brachliegende Feucht- und Nasswiesen aufweist, die von artenreichen Waldbeständen durchsetzt sind. Viele Flächen in diesem Bereich, die landwirtschaftlich nicht mehr genutzt werden, sind nur durch Pflegemaßnahmen zu erhalten. Im letzten Jahrzehnt haben sich im Feuchtgebietsteil „Eisen“ üppige Öhrchenweidengebüsche entwickelt, die die artenreiche Fauna und Flora verdrängten. Fieberklee, Breitblättriges Knabenkraut, Sumpf-Schafgarbe, Sumpf-Blutauge und diverse Seggenarten verlieren dadurch ihren Lebensraum. Daher werden die Gebüsche abgeschnitten, aus dem Gebiet herausgezogen und im Wald auf Rückegassen zerhäckselt. Der für den Westerwaldkreis zuständige Biotopbetreuer Markus Kunz koordiniert die Maßnahme, die von der SGD Nord mit über 17.000 Euro finanziert wird. „Dort wo sich die oft stabilen feuchten Hochstaudenfluren zu weniger wertvollen Weidengebüschen entwickeln, müssen wir eingreifen“, so der für den Naturschutz zuständige Vizepräsident der SGD Nord, David Langner. Die Naturschützer hoffen, dass sich durch die Maßnahmen auch der „Vogel des Jahres 2013“, die Bekassine oder „Himmelsziege“, im Naturschutzgebiet wieder ansiedelt. Schmetterlinge, Heuschrecken und andere Insektenarten profitieren ohnehin von der Maßnahme.
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