Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz und Baden und Säkulare fordern Sitz im Rundfunkrat

Mainz/Ludwigshafen, 20.12.12. Nachdem ein Gespräch mit dem Staatsministerium ergebnislos verlaufen ist, wenden sich die Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz, die Freireligiöse Landesgemeinde Baden und säkulare Weltanschauungs- und Religionsgemeinschaften mit ihrer Forderung nach einer eigenen Vertretung im Rundfunkrat an die Abgeordneten in den Landesparlamenten von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und an die Öffentlichkeit.

Die Landesregierungen der beiden Bundesländer haben angekündigt, in einer Novellierung des Staatsvertrages mit dem SWR bei der Sitzverteilung im Rundfunkrat neuen gesellschaftlich relevanten Gruppierungen, wie z. B. dem Bevölkerungsanteil der Muslime, Rechnung tragen zu wollen. Dafür soll der Sitz für die Freikirchen, unter dem bisher auch die nicht-christlichen, säkular orientierten Freireligiösen in Südwestdeutschland vertreten waren – Kuriosität und Notlösung des alten Rundfunkrats – ersatzlos gestrichen werden.

Die FLG Baden, in Vertretung für die und mit Zustimmung der FLG Pfalz, hat sich nun aufgemacht, einen eigenen Sitz für die erstarkende Zahl der säkular orientierten Menschen in Deutschland, ob nun organisiert oder nicht, einzufordern. Wir stützen uns dabei auf die Unterstützung anderer säkularer Verbände aus dem DFW, dem KORSO, dem Humanistischen Verband Deutschlandes, der Giordano-Bruno-Stiftung, sowie zahlreicher lokaler säkularer Vereinigungen. In Befragungen zur religiös-weltanschaulichen Orientierung bezeichnet sich immerhin etwa ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland als rein säkular orientiert und ethischen Werten wie, sie sich aus den Menschenrechten ergeben, verpflichtet. Soll die Forderung, mit der Novellierung dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung zu tragen, nicht zur Farce werden, muss den säkularen Verbänden ein Sitz zugesprochen werden.

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.