Wohnungsbau bringt Baukonjunktur voran

Bauhauptgewerbe: Aufträge und Umsätze gegenüber Oktober 2011 im Plus Bad Ems, 20.12.12 Die Auftragseingänge im rheinland-pfälzischen Bauhauptgewerbe sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Oktober im Vorjahresvergleich um 16,1 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vormonat September kam es dagegen zu einer deutlichen Verschlechterung um 19 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz erhöhte sich um 1,6 Prozent gegenüber dem Ergebnis vom Oktober 2011, im Vormonatsvergleich war ein Anstieg um 11,5 Prozent zu verzeichnen. Veränderung gegenüber Oktober 2011: Auftragseingänge plus 16,1 Prozent – Umsätze plus 1,6 Prozent Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Auftragseingänge um 16,1 Prozent. Der Anstieg der Nachfrage im Hochbau (plus 17,8 Prozent) ist vor allem auf die günstige Entwicklung im öffentlichen Hochbau zurückzuführen (plus 78 Prozent). Der Tiefbau (plus 14,7 Prozent) verbuchte ebenfalls eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahresergebnis. Im Vergleich zum Oktober 2011 legte der baugewerbliche Umsatz um 1,6 Prozent auf knapp 293 Millionen Euro zu. Während die Umsätze im Hochbau anzogen (plus 5,2 Prozent auf rund 141 Millionen Euro), war im Tiefbau ein leichter Rückgang zu verzeichnen (minus 1,5 Prozent auf etwa 151 Millionen Euro). Veränderung gegenüber September 2012: Auftragseingänge minus 19 Prozent – Umsätze plus 11,5 Prozent Gegenüber dem September 2012 verschlechterte sich die Nachfrage nach Bauleistung um 19 Prozent. Sowohl der Hochbau (minus 18,3 Prozent) als auch der Tiefbau (minus 19,7 Prozent) hatten beträchtliche Einbußen zu verkraften. Lediglich der Wohnungsbau verbuchte steigende Auftragseingänge (plus 15,4 Prozent). Der Umsatz lag um 11,5 Prozent höher als im September 2012. Im Hochbau wurde ein Plus von 15,3 Prozent registriert, im Tiefbau von 8,1 Prozent. Veränderung gegenüber dem Zeitraum Januar bis Oktober 2011: Auftragseingänge plus 3,4 Prozent – Umsätze unverändert In den ersten zehn Monaten 2012 verbesserten sich die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent. Im Hochbau wurde ein Plus von 5,5 Prozent registriert; im Tiefbau kam es zu einem Anstieg um 1,6 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz blieb gegenüber dem Ergebnis der ersten zehn Monate des Vorjahres nahezu unverändert. Zu der Umsatzsteigerung im Hochbau (plus 6 Prozent) trug ausschließlich der stark verbesserte Wohnungsbau bei (plus 23 Prozent). Im Tiefbau wurde dagegen ein Umsatzrückgang um 5,4 Prozent beobachtet. Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe werden anhand der endgültigen Ergebnisse für Rheinland-Pfalz monatlich nominale Indikatoren für die Auftragseingänge und den baugewerblichen Umsatz in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vormonat, dem Vorjahresmonat sowie dem Vorjahreszeitraum bereitgestellt. Die Daten stammen aus der Befragung von rund 350 Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten aus dem Bauhauptgewerbe. Die Konjunkturmeldung zur Baukonjunktur erfolgt sechs bis sieben Wochen nach Ende des Berichtsmonats. Bei der Einschätzung der Veränderungsraten ist zu beachten, dass die Entwicklung im Bauhauptgewerbe häufig durch Großaufträge geprägt ist. Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Europa)
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