FSJ an Ganztagsschulen Gewinn für alle Seiten

Schule: Ahnen: Freiwilliges Soziales Jahr in Ganztagsschulen – ein Gewinn für Schulen, Jugendliche und für die Lehrkräfteausbildung Mainz, 27.12.12 Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) in einer der vom Land Rheinland-Pfalz eingerichteten Ganztagsschulen ist ein Gewinn für die Schulen, ihr Schulklima und ihr Angebot. Es bildet einen wichtigen Bestandteil für die berufliche Orientierung junger Frauen und Männer. Und damit gewinnt das FSJ auch eine Bedeutung für die Nachwuchsgewinnung im Lehrerberuf. Das sind drei zentrale Ergebnisse einer landesweiten Umfrage aller FSJ-Träger an Ganztagsschulen. „Es ist sehr erfreulich, dass sich so viele junge Menschen sozial engagieren und sich dabei für den ,Arbeitsplatz Ganztagsschule‘ interessieren. Genauso positiv zu bewerten ist es allerdings auch, wenn hochgerechnet fast 500 junge Menschen nach dem FSJ nun konkret wissen, weshalb sie in das Berufsfeld Schule einsteigen möchten und was sie dort erwartet. Das ist nicht nur für die jungen Menschen eine wichtige Erkenntnis, indirekt werden davon auch die Hochschulen durch besonders motivierte Lehramtsstudierende profitieren“, hält Bildungsministerin Doris Ahnen mit Blick auf die Evaluationsergebnisse fest. Rund 4.000 junge Frauen und Männer haben sich seit dem Jahr 2007 entschlossen, ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Ganztagsschule abzuleisten, rund 1.000 junge Leute taten dies im vergangenen Schuljahr und genauso viele tun dies im laufenden Schuljahr. Beim Start des FSJ-Angebots in rheinland-pfälzischen Ganztagsschulen im Schuljahr 2007/2008 waren es noch gut 200 junge Leute gewesen. Zwei Drittel der Freiwilligen in Ganztagsschulen im vergangenen Schuljahr waren junge Frauen. Rund 55 Prozent aller FSJlerinnen und FSJler hatte als Schulabschluss das Abitur. Gut vier Prozent der Freiwilligen kamen aus Familien mit Migrationshintergrund. Zu den häufigsten Tätigkeiten in den Schulen zählten: Unterstützung im Unterricht, Betreuung des Mittagessens, Unterstützung bei der Hausaufgabenhilfe sowie bei Pausen- oder Busaufsichten, Hilfe oder Anleitung bei der Spielzeit, vorbereitende Organisation zusätzlicher Ganztagsschulangebote, Unterstützung bei Arbeitsgemeinschaften (AGs) sowie die Leitung einer eigenen AG. Rund die Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des vergangenen Schuljahres am FSJ in Ganztagsschulen gab in der Abschlussbefragung an, sie seien durch das FSJ in ihrem Berufswunsch Lehrerin bzw. Lehrer oder Schulsozialarbeiterin bzw. Schulsozialarbeiter bestätigt und bestärkt worden. 15 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kam im Laufe des FSJ von einem solchen Plan ab. Lukas Nübling, Geschäftsführer des Kulturbüro Rheinland-Pfalz und Organisator der Evaluationsbefragung, freut sich über die guten Gesamtbeurteilungen für das FSJ in Ganztagsschulen: „Das Entscheidende ist aus meiner Sicht, dass die jungen Menschen das Freiwillige Soziale Jahr in Ganztagsschulen nach dem Abschluss weiterempfehlen. Wenn die Zustimmung zu dem Einsatz in den Schulen und zu der begleitenden Seminararbeit durch die FSJ-Träger in einer Schulnote ausgedrückt im Schnitt bei 1,4 liegt, spricht das für sich.“ Schulsozialarbeit
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