Notaufnahme in Mainz neu geregelt

Universitätsmedizin und kkm vereinbaren Neuregelung der Notaufnahmen in Mainz Mainz, 27.12.12 Die bisherige Regelung von Haupt- und Nebenaufnahme wird aufgehoben – ab dem 2. Januar sind beide Mainzer Krankenhäuser täglich 24 Stunden aufnahmebereit Das Jahr 2013 bringt eine Verbesserung der Patientenversorgung in Mainz: Ab dem 2. Januar versorgen sowohl die Universitätsmedizin Mainz als auch das Katholische Klinikum Mainz (kkm) Notfallpatienten rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Bisher wechselten Haupt- und Nebenaufnahme wöchentlich zwischen beiden Krankenhäusern – diese Regelung wird nun aufgehoben. Darauf haben sich die Universitätsmedizin Mainz und das kkm in Abstimmung mit der zentralen Rettungsleitstelle geeinigt. Ziel ist es, die vorhandenen Kapazitäten gleichmäßiger zu nutzen, Patientenströme besser zu lenken und so die Patientenzufriedenheit zu steigern. Grund für die Entscheidung sind die stark schwankenden Auslastungen der medizinischen und chirurgischen Notaufnahmen und Bettenstationen der Kliniken. Diese stoßen in den Wochen in denen sie Hauptaufnahme haben an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Aufhebung der bestehenden Regelung soll für eine konstantere Auslastung und damit für eine bessere Planbarkeit von Ressourcen sorgen. Dies ermöglicht wiederum eine bessere Patientenversorgung. Soweit dort Kapazitäten und die medizinische Kompetenz für das relevante Krankheitsbild vorhanden sind, liefern die Rettungsdienste die Patienten auch zukünftig in das Krankenhaus ihrer Wahl ein. Aufgrund der Abschaffung von Haupt- und Nebenaufnahme kann der Patientenwunsch künftig noch besser berücksichtigt werden. Für Patienten, die sich nicht explizit für eines der beiden Krankenhäuser aussprechen, entscheiden die Rettungsdienste. Um die vorhandenen Kapazitäten optimal zu nutzen, werden sie diese Patientenströme gleichmäßig auf beide Häuser verteilen. Die Aufhebung der Notaufnahmeregelung führt die im November von der Kassenärztlichen Vereinigung, der Universitätsmedizin, dem kkm und dem Ärzteverein Mainz gestartete Aufklärungskampagne fort, die über die existierenden Versorgungspfade für lebensbedrohliche Notfälle sowie über die Aufgabenteilung bei der ambulanten medizinischen Versorgung und stationären Notfallversorgung informiert. Anlass für diese war, dass viele Patienten in die Notaufnahme kommen, die akut keiner stationären Behandlung bedürfen und vorher auch nicht ihren Hausarzt konsultiert haben. Dies entspricht jedoch nicht dem originären Aufgabengebiet einer Notfallaufnahme und führt dort zu Überlastungen. In vielen ambulanten Fällen, wie beispielsweise zur Abklärung längerfristiger Beschwerden ist weiterhin der Hausarzt der richtige Ansprechpartner. Außerhalb seiner Sprechzeiten ist für Patienten mit nicht lebensbedrohlichen Beschwerden der Ärztliche Bereitschaftsdienst da. Er ist telefonisch unter ‚116117’ zu erreichen und befindet sich derzeit am St. Hildegardis-Krankenhaus; im April bezieht er seine neuen Räume am St. Vincenz und Elisabeth Hospital an der Goldgrube. Die ‚112’ gilt unverändert für den Rettungsdienst bei lebensbedrohlichen Notfällen. Alle wichtigen Ansprechpartner und relevanten Notfallnummern sind auf der sogenannten „Mainzer Patientenkarte“ zusammengestellt, erhältlich bei den Krankenhäusern, Hausärzten und der ärztlichen Bereitschaftsdienstzentrale.
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