Preisanstieg bei Nahrungsmitteln besonders heftig

Erneuter Anstieg der Jahresteuerungsrate im Dezember Im Jahresdurchschnitt stiegen die Verbraucherpreise um 2,2 Prozent Besonders starker Anstieg bbei Nahrungsmitteln Bad Ems, 02.01.12 Der Verbraucherpreisindex für Rheinland-Pfalz lag im Dezember 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, hat sich der im November zu beobachtende Rückgang der Teuerungsrate damit nicht fortgesetzt; sie liegt nunmehr wieder über der für die Geldpolitik wichtigen 2-Prozent-Marke. Abgeschwächt hat sich hingegen der Anstieg der Energiepreise (plus 3,2 Prozent). Kraftstoffe verteuerten sich binnen Jahresfrist um 2,9 Prozent, wobei der Preisanstieg für Diesel (plus 1,5 Prozent) etwas geringer ausfiel als für Superbenzin (plus 3,4 Prozent). Die Preisentwicklung bei Haushaltsenergie verlief uneinheitlich. Während die Preise für Strom (plus 4 Prozent) und die Umlage für Zentralheizung und Wärme (plus 6,9 Prozent) merklich anzogen, waren bei Gas (plus 0,4 Prozent) und Heizöl (plus 0,9 Prozent) nur geringe Veränderungen festzustellen. Überdurchschnittlich erhöht haben sich die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (plus 5,1 Prozent). Insbesondere saisonabhängige Nahrungsmittel wie frisches Obst und Gemüse wurden spürbar teurer (plus 14,2 Prozent). So lagen beispielsweise die Preise für Orangen 20,5 Prozent und für Blumenkohl 21,5 Prozent höher als im Dezember 2011. Aber auch für Brot und Getreideerzeugnisse (plus 3,9 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (plus 5,7 Prozent) sowie Fische und Fischwaren (plus 7,5 Prozent) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich tiefer in die Tasche greifen. Preisrückgänge waren hingegen bei Speisefetten und -ölen zu verzeichnen (minus 3,5 Prozent). Veränderungen gegenüber November 2012 Gegenüber November 2012 stieg der Verbraucherpreisindex um 1 Prozent. Maßgeblich hierzu beigetragen haben die saisonal bedingten Preiserhöhungen in der Hauptgruppe Freizeit, Unterhaltung und Kultur (plus 5,7 Prozent; darunter Pauschalreisen: plus 22,8 Pozent) sowie für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (plus 6 Prozent, darunter Beherbergungsdienstleistungen: plus 23 Prozent). Überdurchschnittliche Preisanstiege waren auch bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken zu beobachten (plus 1,3 Prozent; darunter Obst: plus 2,5 Prozent, Gemüse: plus 6,6 Prozent). Entwicklung der Verbraucherpreise im Jahresdurchschnitt 2012 Im Durchschnitt des Jahres 2012 lag die Jahresteuerungsrate für Rheinland-Pfalz bei 2,2 Prozent und damit nur leicht unter dem Wert des Jahres 2011 (plus 2,3 Prozent). In allen Monaten wurden Teuerungsraten von 2 Prozent und mehr ermittelt. Hervorzuheben ist die Entwicklung der Energiepreise (plus 5,7 Prozent), wobei die Preise für Haushaltsenergie (plus 5,8 Prozent) noch etwas stärker stiegen als die Kraftstoffpreise (plus 5,4 Prozent). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate bei 1,7 Prozent gelegen. Überdurchschnittliche Preiserhöhungen sind auch bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken (plus 3,7 Prozent) festzustellen. Insbesondere Fische und Fischwaren (plus 6,6 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (plus 5,9 Prozent) sowie Obst (plus 5,7 Prozent) wurden spürbar teurer. Revision in der Verbraucherpreisstatistik Der Verbraucherpreisindex wird in fünfjährigem Abstand einer Überarbeitung unterzogen. Vom Berichtsmonat Januar 2013 an erfolgt bundesweit die Umstellung von der bisherigen Basis 2005 auf das Basisjahr 2010. Damit verbunden ist eine Neuberechnung der Ergebnisse ab Januar 2010. Wegen dieser Umstellung wird der Verbraucherpreisindex für Januar 2013 erst am 20. Februar 2013 veröffentlicht. Das Statistische Bundesamt wird Ende Januar lediglich ein Schätzergebnis auf Bundesebene vorlegen. Im Mittelpunkt der Überarbeitung des Verbraucherpreisindex steht die Aktualisierung des Wägungsschemas für die Waren und Dienstleistungen. Dieses bildet die Ausgabenanteile für die einzelnen Güterarten an den gesamten Konsumausgaben der privaten Haushalte in Deutschland ab. Alle neuen Wägungsschemata beziehen sich auf das Jahr 2010 und bleiben bis zur nächsten turnusmäßigen Überarbeitung konstant. Im Gegensatz dazu wird die Auswahl der einzelnen Waren und Dienstleistungen, der sogenannte »Warenkorb«, laufend angepasst, damit immer diejenigen Gütervarianten in die Preisbeobachtung eingehen, die von den Konsumenten aktuell häufig gekauft werden. Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in Rheinland-Pfalz in 11 Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) gut 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von rund 750 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Autor: Hans-Peter Fein (Abteilung Bevölkerung und Gesellschaft) Obst und Gemüse, Revision der Erhebungsbasis, Jahresteurungsrate
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