Industrieproduktion l

Industrie erhielt im November weniger Aufträge – starker Rückgang bei Investitionsgütern Bad Ems, 04.01.13 Die rheinland-pfälzische Industrie erhielt im November weniger Aufträge. Das Statistische Landesamt errechnete auf der Basis vorläufiger Werte sowohl im Vergleich zum Oktober 2012 (minus 0,3 Prozent) als auch gegenüber dem November 2011 (minus 4,1 Prozent) einen Rückgang. Im gesamten Zeitraum von Januar bis November lagen die Auftragseingänge um 3,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Veränderung gegenüber Oktober 2012: Minus 0,3 Prozent Im Vergleich zum Vormonat sank der Auftragseingang im November 2012 preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,3 Prozent. Während sich die Inlandsnachfrage leicht verbesserte (plus 0,4 Prozent), ging die Auslandsnachfrage zurück (minus 0,7 Prozent). Sowohl die Nachfrage nach Vorleistungsgütern (minus 0,3 Prozent) als auch die Nachfrage nach Investitionsgütern (minus 0,8 Prozent) verringerte sich. Die Konsumgüterproduzenten verbuchten dagegen höhere Auftragseingänge (plus 0,8 Prozent). Von den drei großen Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie musste die Chemie (minus 0,6 Prozent) einen leichten und der Maschinenbau (minus 7 Prozent) erneut einen kräftigen Rückgang der Bestellungen hinnehmen. Der Fahrzeugbau erzielte dagegen einen Zuwachs von 4,2 Prozent. Veränderung gegenüber November 2011: Minus 4,1 Prozent Gegenüber dem Vorjahr verschlechterten sich die Auftragseingänge in der rheinland-pfälzischen Industrie im November 2012 um 4,1 Prozent. Die Inlandsnachfrage fiel um 6,9 Prozent niedriger aus als im November 2011. Im Auslandgeschäft wurde ein Auftragsminus von 1,6 Prozent verbucht. Die Investitionsgüterproduzenten (minus 15,2 Prozent) und die Konsumgüterproduzenten (minus 4,4 Prozent) verzeichneten deutliche Nachfragerückgänge im Vergleich zum Vorjahr. Dagegen erhöhten sich die Bestellungen von Vorleistungsgütern um 6,1 Prozent. Von den drei großen Branchen des Landes registrierten der Maschinenbau (minus 22,6 Prozent) und der Fahrzeugbau (minus 8,7 Prozent) kräftige Rückgänge der Nachfrage. In der chemischen Industrie gingen dagegen deutlich mehr Aufträge ein als im Vorjahr (plus 11,4 Prozent). Veränderung gegenüber dem Zeitraum Januar bis November 2011: Minus 3,4 Prozent In den ersten elf Monaten 2012 verschlechterte sich die Nachfrage in der rheinland-pfälzischen Industrie um 3,4 Prozent. Dieses Minus geht sowohl auf den Rückgang der Binnennachfrage (minus 5,7 Prozent) als auch der Auslandsnachfrage (minus 1,5 Prozent) zurück. Insbesondere die Investitionsgüterproduzenten waren von der Verschlechterung betroffen (minus 8 Prozent). Auch die Konsumgüterproduzenten verzeichneten weniger Bestellungen (minus 2,3 Prozent), während sich die Nachfrage nach Vorleistungsgütern leicht erhöhte (plus 0,4 Prozent). Unter den drei großen Industriebranchen in Rheinland-Pfalz verbuchten sowohl der Fahrzeugbau (minus 8,4 Prozent) als auch der Maschinenbau (minus 9,4 Prozent) deutlich weniger Aufträge als im entsprechenden Zeitraum des Jahres 2011. Dagegen registrierte die chemische Industrie ein Auftragsplus von 2,3 Prozent. Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe stellen auf der Basis der vorläufigen Ergebnisse für das verarbeitende Gewerbe insgesamt, für die wichtigsten Güterhauptgruppen und für die größten Industriebranchen in Rheinland-Pfalz monatlich die Auftragseingänge (real) und die Produktion (real) in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahresmonat und dem Vormonat bereit. Die Daten stammen aus dem Monatsbericht sowie der monatlichen Produktionserhebung für Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden. Dazu werden regelmäßig rund 1 000 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten befragt. Autor: Dr. Ludwig Böckmann (Referat Analysen) Fahrzeugbau, Chemie, Konsumgüter
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