SchülerInnenzahl geht stark zurück

Fast 10.000 Schülerinnen und Schüler weniger als im Vorjahr Integrierte Gesamtschulen legen zu Bad Ems, 08.01.13 Im laufenden Schuljahr 2012/13 besuchen 37.243 Schülerinnen und Schüler integrierte Gesamtschulen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems sind das – bei gleicher Zahl der Schulen – 4,2 Prozent mehr als im Schuljahr 2011/12. Binnen fünf Jahren hat sich die Zahl der Schülerinnen und Schüler an Integrierten Gesamtschulen um 122 Prozent erhöht. Seit dem Schuljahr 2007/08 wuchs die Zahl dieser Schulen von 19 auf 54. Integrierte Gesamtschulen führen nach dem erfolgreichen Besuch der Klassenstufe neun zur Berufsreife und nach Abschluss der Klassenstufe zehn zum qualifizierten Sekundarabschluss I. Zudem kann an bislang gut einem Drittel der Einrichtungen in der gymnasialen Oberstufe die allgemeine Hochschulreife erlangt werden. Die Gesamtschülerzahl an den allgemeinbildenden Schulen ist weiter rückläufig. Sie liegt im aktuellen Schuljahr mit 432.330 um 9.990 niedriger als im Schuljahr 2011/12 (minus 2,3 Prozent). Besonders stark fällt der Rückgang mit 4,2 Prozent in der Primarstufe (Klassenstufen 1 bis 4) aus, geringer mit minus 1,6 Prozent in der Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 10) und mit minus 0,1 Prozent in der Sekundarstufe II (Klassenstufen 11 bis 13). Zahl der Schüler wird weiter sinken Grund für den seit neun Jahren anhaltenden Schülerrückgang ist das Schrumpfen der entsprechenden Altersgruppen in der Bevölkerung. Nach der Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Landesamt wird die Zahl der Kinder und Jugendlichen in den nächsten Jahren weiter sinken. Unter den Annahmen der mittleren Variante dieser Berechnungen wird sich die Zahl der Sechs- bis Zehnjährigen (Grundschulalter) im Jahr 2020 gegenüber dem Jahr 2010 um gut 11.000 auf 130.500 reduzieren (minus 7,8 Prozent), bei den Zehn- bis Sechzehnjährigen (Sekundarstufe I) wird ein Rückgang um gut 46.000 auf knapp 201.000 erwartet (minus 18,7 Prozent). Weitere Informationen zur Bevölkerungsvorausberechnung finden Sie unter Demografischer Wandel. Auswirkungen der Schulstrukturreform In den Zahlen zeigen sich zudem die Auswirkungen der 2009 begonnenen Schulstrukturreform. Mit dieser wurde zum Schuljahr 2009/10 die Realschule plus eingeführt und die schrittweise Ablösung der Real- und Hauptschulen bis zum Schuljahr 2013/14 geregelt. Zurzeit besuchen noch 2,1 Prozent aller Schülerinnen und Schüler eine der auslaufenden Schularten. Demgegenüber wird an den Realschulen plus gut ein Fünftel der Schülerschaft unterrichtet (22 Prozent). Die Daten zu Schülerinnen und Schülern sowie zu Lehrkräften werden jährlich zum Schuljahresbeginn bei den rheinland-pfälzischen Schulen erfragt. Autorin: Bettina Link (Referat Bildung) Sekundarstufe 3, Schulstrukturreform, Gesamtschulen

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