Malu Dreyer spricht zum Elyseevertrag

Erfolgsgeschichte in Europa Berlin, 22.01.13 Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat in Berlin den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages gewürdigt. „Wir blicken auf eine einmalige Erfolgsgeschichte in Europa zurück“, sagte die rheinland-pfälzische Regierungschefin in einem Festakt, mit dem der Bundesrat an den 22. Januar 1963 erinnerte, als Konrad Adenauer und Charles de Gaulle mit ihren Unterschriften die deutsch-französische Freundschaft begründeten. „Der Vertrag, mit dem vor 50 Jahren ein Schlussstrich unter so viel Bitteres in unserer gemeinsamen Geschichte gezogen wurde, hat der Freundschaft zweier Völker im Herzen von Europa einen historischen Rahmen gegeben. Die deutsch-französische Aussöhnung ist zugleich ganz maßgeblich Grundstein für das erfolgreiche Friedensprojekt Europa.“ Malu Dreyer sprach in ihrer ersten Rede als Ministerpräsidentin in der Länderkammer von einer „echten lebendigen Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich“ mit unzähligen Partnerschaften. In Rheinland-Pfalz mit direkten Grenzen zum westlichen Nachbarn sei die deutsch-französische Freundschaft aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Ministerpräsidentin Dreyer erinnerte an die bereits ein Jahr vor dem Élysée-Vertrag gegründete Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Burgund. „Seitdem ist eine regelrechte deutsch-französische Bürgerbewegung bei uns entstanden: Rund 300 Städte und Gemeinden in Rheinland-Pfalz pflegen eine Partnerschaft mit Kommunen in Frankreich.“ Malu Dreyer betonte auch die Bedeutung der deutsch-französischen Beziehungen für die Jugend: „Mehr als 400 Schulen in Rheinland-Pfalz sind Partnerschulen in Frankreich eng verbunden. Hier erleben Schülerinnen und Schüler bereits in jungen Jahren, wie bereichernd der Blick über die Grenzen ist.“ Zudem kämen in 185 Kindergärten landesweit schon die Kleinsten durch das Programm „Lerne die Sprache des Nachbarn“ mit dem Französischen in Kontakt. Dreyer: „Und ich kann Ihnen sagen, sie sind mit Feuereifer und Neugier dabei.“ Die Menschen in den Grenzregionen seien dankbar, dass die Grenzen überwunden seien und sie mit den westlichen Nachbarn im Alltag konkret zusammen lebten. „Umwelt- und Ressourcenschutz, Tourismus, Verkehr und Infrastruktur und nicht zu vergessen die so wichtige Arbeitnehmerfreizügigkeit – das alles sind Bereiche, in denen wir heute Probleme gemeinsam lösen und die Dinge über die Grenzen hinweg gestalten. Besonders in den Grenzregionen sind europäische Ideen inzwischen zur konkreten Lebenswirklichkeit der Menschen geworden“, sagte Ministerpräsidentin Dreyer.

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