Energieeffizienz im Krankenhaus spart Kosten

Energiewende Lemke: „Energieeffizienz in Kliniken zahlt sich aus“ – Pilotprojekt Mainz, 23.01.13 Auch Krankenhäuser können durch eine effiziente Nutzung viel Energie einsparen, Kosten vermindern und zum Klimaschutz beitragen – das zeigt die zweite Runde des „Energieeffizienztisches Krankenhäuser“. Dort hatten sich seit Januar 2012 über ein Jahr lang 11 rheinland-pfälzische Kliniken auf Initiative des Wirtschafts- und Energieministeriums regelmäßig ausgetauscht. Parallel fanden Workshops und Vor-Ort-Termine statt. Gemeinsam mit dem Fachbüro Arqum entwickelten die teilnehmenden Krankenhäuser viele Vorschläge für energiesparende Maßnahmen sowie für neue technische Anlagen, die weniger Energie verbrauchen. Die Bilanz ist ausgezeichnet: Insgesamt haben die Teilnehmer am 2. Energieeffizienztisch 144 Vorschläge erarbeitet. Einige Maßnahmen brauchen nur geringe Investitionen, andere amortisieren sich längstens nach 6 bis 8 Jahren. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützte beide Projektrunden mit insgesamt 96.780 Euro; das jetzt abgeschlossene Folgeprojekt wurde dabei mit rund 46.800 Euro gefördert. Heute überreichte Wirtschaftsministerin Eveline Lemke den Teilnehmern der 2. Runde eine Urkunde und ermunterte sie, die Energieeffizienz-Ideen in die Praxis umzusetzen. „Es ist wichtig, dass unsere Kliniken bei der Energiewende mitmachen. Wir wollen auch zur Kostensenkung im Gesundheitswesen beitragen. Wenn alle in der 2. Projektrunde entwickelten Maßnahmen umgesetzt werden, ist mit jährlichen Einsparungen von rund 990.000 Euro an Energiekosten zu rechnen – bei einer Investitionssumme von rund 5,2 Millionen Euro“, sagte Lemke. „Der Klimaschutz ist das zweite Argument: Der jährliche Energieverbrauch kann um mehr als 11,6 Millionen Kilowattstunden verringert und die CO2-Belastung um 3.600 Tonnen gemindert werden.“ Allein der Stromverbrauch würde bei Umsetzung der Maßnahmen um fast 4 Millionen Kilowattstunden reduziert – das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von mehr als 880 Vier-Personen-Haushalten. Die Schwerpunkte lagen sowohl im technischen als auch organisatorischen Bereich. So wurde untersucht, ob die Lüftungs-, Kälte- und Heizungsanlagen richtig dimensioniert und geregelt sind oder ob Leckagen z.B. im Bereich der Druckluft zu unnötigen Energiekosten führen. Zusätzlich wurden der Einbau von Blockheizkraftwerken und der Einsatz von Erneuerbaren Energien einbezogen. Ein wichtiges Thema stellte auch die Beleuchtung dar. Bei der Organisation ging es um die Nutzungsdauer von Geräten, aber auch um Gewohnheiten der Mitarbeiter und Patienten. Bei internen Workshops wurden die Mitarbeiter für energiebewusstes Verhalten sensibilisiert und mit neuen Ideen unterstützt. So konnten sie sich zu Themen wie Gebäudedämmung oder Nachhaltigkeitsmanagement informieren. Zudem wurde Austausch über die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und Fördermöglichkeiten angeboten. Krankenhäuser, die am „Energieeffizienztisch“ teilgenommen haben, können sich künftig im bestehenden „Netzwerk Energieeffizienz für Krankenhäuser“ engagieren. Dort erhalten sie beispielsweise Unterstützung bei der Umsetzung von Energiesparmaßnahmen und Informationen zu finanziellen Förderungen. Vor allem aber können sie sich mit anderen Krankenhäusern austauschen und gemeinsam praktikable Strategien für nachhaltiges Wirtschaften entwickeln. Abschlussbericht und Maßnahmenkatalog (EnergieEffizienztisch Krankenhäuser 2012) unter http://www.mwkel.rlp.de/Kreislaufwirtschaft/Stoffstrommanagement/IFAG/Energieeffizienz-im-Gesundheitswesen/ Krankenhäuser, Klimaschutz, Kostensenkung

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