Rheinhessischer Weinbautag

Weinbautag Rheinhessen Höfken: Weinbau ist Zugpferd der Wirtschaft in ländlichen Regionen – Musterbeispiel Rheinhessen Nieder-Olm, 25.01.13 Bei der Jahreshauptversammlung des Weinbauverbands Rheinhessen hat Weinbauministerin Ulrike Höfken am Freitag in Nieder-Olm die große Bedeutung der Weinwirtschaft in Rheinland-Pfalz betont. „Der Weinbau ist ein Zugpferd der Wirtschaft in den ländlichen Regionen, insbesondere in Verbindung mit dem Tourismus“, so Höfken. Rheinhessen sei ein Musterbeispiel dafür, wie die vom Weinbau geprägte Landschaft zusammen mit dem Engagement der Winzerinnen und Winzer im Gastronomiebereich immer mehr Gäste anlocke. „Ziel unserer Weinbaupolitik ist es, diese Kulturlandschaften zu erhalten, die rheinland-pfälzischen Anbaugebiete weiter zu profilieren und so die Wertschöpfung in den ländlichen Regionen auszubauen“, sagte die Ministerin. Dafür wolle sie die Spielräume, die Brüssel und Berlin den Ländern eröffne, offensiv nutzen – etwa beim Weinbezeichnungsrecht oder bei der Weinbauförderung. Vor dem Hintergrund der aktuellen Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik in Europa teilte Höfken den Winzerinnen und Winzer mit, dass sie das Landesförderprogramm zur Modernisierung der Weinwirtschaft in Rheinland-Pfalz ab 2014 in möglichst großem Umfang fortsetzen wolle. „Die aktuell in der EU diskutierten Kürzungsvorschläge des Agrarbudgets, die die Bundesregierung sogar noch verschärfen will, sind allerdings Besorgnis erregend“, so Höfken. Sie appellierte an die Bundesregierung, sich Anfang Februar beim nächsten Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs zum Mehrjährigen Finanzrahmen 2014 bis 2020 der EU im Sinne der rheinland-pfälzischen Winzer für ein möglichst starkes Agrarbudget einzusetzen. Höfken kritisierte zudem die von der EU-Expertengruppe im Dezember vorgelegten Beschlüsse zur Zukunft der Pflanzrechte: „Dies führt zu einer Ausweitung der Rebflächen und damit zur Neo-Liberalisierung des Weinanbaus in Europa.“ Die Ministerin forderte die Bundesregierung auf, sich in Brüssel für die Fortführung des Anbaustopps und den Erhalt des Pflanzrechtesystems nach 2015 stark zu machen. Zudem ging Höfken auf die geplante Landesverordnung zur Umsetzung des neuen Weinbezeichnungsrechts ein. „Hier geht es in erste Linie um Qualität, die künftig für Verbraucherinnen und Verbraucher am Flaschenetikett besser ablesbar sein soll“, sagte Höfken. Dies solle dem Grundsatz, je enger die Herkunftsbezeichnung, umso höher die Qualitätsanforderungen an den Wein, möglichst gut entsprechen. Höfken: „Ich bin überzeugt davon, dass sich diese Qualitätsoffensive auch für unsere Winzerinnen und Winzer auszahlt.“ Bei einer Anhörung des Agrarausschusses im Landtag haben Vertreter der Verbände am 5. Februar Gelegenheit, sich einzubringen. Qualitätsoffensive, GAP, EU

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