Zuckermarktordnung erst 2020 beenden

Agrarpolitik Wehner: EU-Zuckermarkt braucht längere Anpassungsfrist bis 2020 Mainz, 25.01.13 Thorsten Wehner, agrarpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, spricht sich dafür aus, bei der Reform des EU-Zuckermarktsystems eine Anpassungsfrist bis 2020 festzuschreiben. Wehner unterstützt hierbei die aktuelle Positionierung des Agrarausschusses des Europäischen Parlaments, der sich für eine Verlängerung des Quotensystems für Zucker bis 2019/2020 ausgesprochen hat. Die Zuckerproduzenten sollten bei einer Verlängerung mehr Zeit bekommen, um sich auf das absehbare Quotenende bei Zucker besser einstellen zu können, so Wehner. Im Rahmen der EU-Zuckermarktreform von 2006 war ein Übergangszeitraum für Zuckerquoten bis 2015 festgelegt worden. Die EU-Kommission plant im Zuge der GAP-Reform, die Zuckerquotenregelung im September 2015 auslaufen zu lassen. Die EU-Mitgliedstaaten sind bei der Frage einer Verlängerung des Quotensystems für Zucker unterschiedlicher Meinung. Deutschland, Frankreich, Österreich, Belgien, Portugal, Polen, Rumänien, Ungarn, Finnland, die Slowakei, Griechenland und Litauen sprechen sich dafür aus, das Quotensystem zu verlängern. Demgegenüber lehnen Dänemark, Schweden, Slowenien, Estland, Großbritannien, die Niederlanden, Lettland, Italien und Irland eine weitere Verlängerung ab. Wehner: „Der überwiegende Anteil der Weltproduktion von Rübenzucker wird in der EU erzeugt, auch wenn Rübenzucker nur etwa 20 Prozent der globalen Zuckerproduktion ausmacht. In Rheinland-Pfalz konzentriert sich der Rübenanbau in Rheinhessen und der Pfalz, der hier eine lange Tradition hat und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Landwirtschaft ist. Die rheinland-pfälzischen Zuckerrübenanbauer zählen zu den tendenziell wettbewerbsstärkeren Produzenten. Dennoch brauchen wir eine letztmalige Verlängerung der EU-Zuckermarktordnung, damit die Betriebe der Zuckerstandorte in der EU genügend Zeit erhalten, um sich auf den verstärkten globalen Wettbewerb vorzubereiten und damit weiterhin ein Mindestpreis garantiert werden kann. Im Gegensatz zum Milchsektor hatte die Quotierung beim EU-Zuckermarkt zudem im Sinne einer modernen Landwirtschaft funktioniert. Deshalb macht eine letztmalige Verlängerung Sinn.“

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