Finanzanlagen nur auf Honorarbasis

Honorarberatung Rheinland-Pfalz für Honorarberatung – Gesetzentwurf der Bundesregierung nicht durchdacht Berlin/Mainz, 01.02.13 Rheinland-Pfalz setzt sich auf Bundesebene für die sogenannte „Honorarberatung“ ein. „Eine Finanzberatung ist niemals kostenlos. Zurzeit werden Finanzprodukte in Deutschland normalerweise von Vermittlerinnen und Vermittlern vertrieben, deren Entlohnung auf Provisionsbasis erfolgt. Dabei ist leider immer wieder zu beobachten, dass oftmals nicht die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher im Vordergrund stehen, sondern die der Vermittlerinnen und Vermittler. Ein Weg, dieser Entwicklung, entgegenzusteuern, ist die weitere Etablierung der provisionsunabhängigen Finanzberatung auf Honorarbasis“, bekräftigte Verbraucherschutz- und Justizminister Jochen Hartloff anlässlich der Beratung des „Honoraranlageberatungsgesetz“ im Bundesrat. Hartloff erklärte, dass der Gesetzentwurf der Bundesregierung leider zu viele Fragen aufwerfe und damit das Ziel, eine anbieter- und produktunabhängige, verbrauchergerechte Beratung voranzutreiben, nicht erreicht wird. Die Bundesregierung plant, zwei neue Berufsbilder zu schaffen und die Honorarberatung auf bestimmte Produkte zu beschränken. „In diesem Fall müsste der Kunde, bevor er einen Honorar-Finanzanlagenberater oder einen Honoraranlagenberater aufsucht, immer eine Auswahl treffen, welches Produkt grundsätzlich für ihn in Betracht kommt. Das ist dermaßen lebensfern, dass man schon davon ausgehen muss, dass der Gesetzesentwurf lediglich ein öffentlichkeitswirksamer Text ohne Bedeutung für den Verbraucherschutz darstellt“, so der Minister. Meistens hätten Kundinnen und Kunden einen eher abstrakten Beratungswunsch, wie eine Anlageentscheidung für die Altersvorsorge zu treffen sei. „Stellt sich zudem im Laufe des Beratungsgesprächs heraus, dass bestimmte Produkte für den Kunden geeignet sind, die von den im Gesetzentwurf für die Honorarberatung vorgesehenen Produktarten nicht umfasst sind, zahlt der Kunde im ungünstigsten Fall das Honorar für die Beratung und muss sich das empfohlene Produkt aber vielleicht sogar über einen Makler beschaffen, so dass vom Kunden zusätzlich eine Provision zu zahlen ist. Das ist nicht kundenorientiert und mit Verbraucherschutz hat das schon gar nichts zu tun.“ Auch die im Gesetzentwurf vorgesehene Trennung zwischen Anlageberatung und Honorarberatung ist für Verbraucher missverständlich. Es kann nicht sein, dass Verkäufer von Finanzprodukten auf Provisionsbasis mit dem Begriff „Beratung“ in ihrer Berufsbezeichnung werben dürfen. Erforderlich ist vielmehr ein Bezeichnungsschutz für den Begriff „Berater“ sowie eine Abgrenzung der Finanzberatung von der Finanzvermittlung. Weiterhin forderte Hartloff, dass die „Produktgeber“ zur Ausweisung ihrer Produkte in „Nettotarifen“ verpflichtet werden müssten. Nur dann sei die Kundin oder der Kunde in der Lage, die auf sie oder ihn entfallenden Kosten einer Honorarberatung mit denen eines provisionsbasierten Angebots sowie die Kosten für gleichartige Produkte unterschiedlicher Anbieter objektiv miteinander zu vergleichen. „Das ist eine absolute Grundvoraussetzung dafür, dass eine Honorarberatung marktfähig werden kann. Auf diese Weise würde nicht weiter verschleiert werden können, dass auch die Provisionsberatung für die Verbraucherinnen und Verbraucher erhebliche Kosten erzeugt.“ artloff, Provisionsberattung, Provisionen, Finanzgeschäfte

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