Polizeiaufgebot an Fastnacht

Polizei Lewentz: Keine Narrenfreiheit für Störenfriede in der „fünften Jah- reszeit“ Mainz, 06.02.13 „Der Höhepunkt der närrischen Tage steht unmittelbar bevor und stellt für die Polizei sowohl in einsatztaktischer als auch in personeller Hinsicht immer wieder eine beson- dere Herausforderung dar. Auch in diesem Jahr werden die Einsatzkräfte den stö- rungsfreien Verlauf der Fastnachtsveranstaltungen gewährleisten“, sagte Innenminis- ter Roger Lewentz. Veranstaltungsbedingte Verkehrsbeeinträchtigungen sollen auf ein Mindestmaß reduziert, gewalttätige Auseinandersetzungen frühzeitig erkannt und ver- hindert sowie Straftaten und Ordnungswidrigkeiten konsequent verfolgt werden. Der Schwerpunkt der polizeilichen Einsatzkonzepte liege auf der Verhinderung von Gewaltdelikten und Einhaltung der Bestimmungen des Jugendschutzes. Im besonde- ren Blickpunkt der Kontrollen steht dabei der zunehmend festzustellende übermäßige Alkoholkonsum von Jugendlichen und Heranwachsenden. Anzahl und Einsatz der Kräfte orientierten sich an den Erfahrungen der Vorjahre, insbesondere an den be- kannten „Brennpunkten“, so der Minister. Positive Effekte haben sich durch intensive Zusammenarbeit zwischen Polizei, Ord- nungsbehörden und Jugendämtern ergeben. So hat die Polizei im vergangenen Jahr alleine beim Rosenmontagszug in Mainz in Zusammenarbeit mit Ordnungs- und Ju- gendamt mehr als 500 junge Menschen kontrolliert. Hierbei wurden 174 Verstöße ge- gen das Jugendschutzgesetz festgestellt sowie 120 Liter Alkohol sichergestellt und vernichtet. Die Polizei wird auch in diesem Jahr gezielt gegen Gewalt vorgehen. So wurden al- leine in der Landeshauptstadt im Umfeld des Rosenmontagsumzug im letzten Jahr 138 Platzverweise gegenüber aggressiven Besuchern ausgesprochen. Landesweit kam es in der letzten Fastnachtssaison zu 43 Strafanzeigen wegen Widerstandshand- lungen gegen Polizeibeamte. 15 Polizeibeamtinnen und -beamte wurden hierbei ver- letzt; zudem musste in insgesamt 89 Fällen die Polizei Rettungskräfte vor aggressive Personen schützen. In diesem Zusammenhang appelliert Minister Lewentz an ein friedliches Feiern. „Die Polizei wird konsequent gegen aggressives oder gewaltsames Verhalten vorgehen, auch in der ‚fünften Jahreszeit‘ herrscht für Störenfriede keine Narrenfreiheit“, so Lewentz. Allein in Mainz, Koblenz und Trier werden mehr als 1.500 Polizistinnen und Polizisten dafür Sorge tragen, dass Feiern ausschließlich Freude bringt. Weiterhin sollen die speziell auf die jeweiligen Veranstaltungen abgestimmten Verbotsverfügungen der Ordnungsbehörden – wie beispielsweise örtlich begrenzte Glasverbote – einen Bei- trag zu mehr Sicherheit leisten. Für die Großveranstaltungen in den Karnevalshoch- burgen im Land ergibt sich folgender Kräfteansatz: Tabelle mit 2 Spalten und 4 Reihen Rosenmontagsumzug in Mainz 833 Rosenmontagsumzug in Koblenz 208 Rosenmontagsumzug in Trier 120 Altweiberfastnacht in Trier am 7. Februar 166 Tabellenende Zusätzlich zum Fastnachtsgeschehen wird die Polizei am Freitag mit starkem Kräfte- aufgebot die als Risikospiel eingestufte Zweitbundesligabegegnung des 1. FC Kai- serslautern gegen SG Dynamo Dresden bewältigen müssen. Die Polizei Rheinland- Pfalz wird damit in den folgenden sechs Tagen insgesamt nahezu 3.000 Polizeibeam- tinnen und -beamten in besonderen Veranstaltungslagen einsetzen.

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.