Schweitzer sprach mit katholischen Krankenhäusern über Vergewaltigungsopfer


Krankenhäuser/Hilfe für Vergewaltigungsopfer

Minister Schweitzer und katholische Krankenhausvertreter trafen sich zum Austausch

Mainz, 14.02.13. Opfer einer Vergewaltigung werden in allen katholischen rheinland-pfälzischen Krankenhäusern bestmöglich versorgt. Dazu gehört nicht nur die medizinische Versorgung, sondern auch die Beratung sowie die Information über die Möglichkeiten einer Empfängnisverhütung durch die Pille danach. Präparate, die unter Berücksichtigung des neuesten Standes der medizinischen Wissenschaft eine Empfängnis verhindern, aber nicht abtreibend wirken, können von Ärzten in katholischen Krankenhäusern verordnet werden. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs über die Versorgung von Vergewaltigungsopfern in den katholischen Krankenhäusern des Landes, zu dem sich heute in Mainz Gesundheitsminister Alexander Schweitzer und die Träger der katholischen Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz am 14. Februar trafen. An dem Gespräch nahm auch der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, teil. Die öffentliche Diskussion um die Versorgung einer vergewaltigten Frau durch zwei katholische Kliniken in Köln hat Minister Schweitzer veranlasst, mit den Vertretern der katholischen Krankenhäuser ein Gespräch über die Situation in Rheinland-Pfalz zu führen.

Minister Schweitzer und die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz, Dr. Birgit Kugel, bekräftigten den Konsens zwischen Land und katholischen Krankenhäusern, dass das Wohl der betroffenen Frauen im Mittelpunkt sowohl bei der medizinischen Versorgung als auch bei Bewältigung der Folgen einer Vergewaltigung stehen müsse. Die Versorgung erfolgt in katholischen Krankenhäusern, je nach Gegebenheit im jeweiligen Krankenhaus, im Zusammenwirken mit spezialisierten Ärzten, Seelsorgern, Psychologen sowie Mitarbeitern des krankenhaus- bzw. -trägereigenen Sozialdienstes oder auch in Kooperation mit anderen Krankenhäusern.

Die katholischen Krankenhäuser dokumentieren forensisch relevante Befunde und kooperieren – soweit die Frau es wünscht – mit allen zuständigen staatlichen Stellen. Sie begrüßen den Ausbau von Netzwerken zur Anonymen Spurensicherung (ASS) und werden sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten daran beteiligen.

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