Bürgerenergiegenossenschaften erfolgreich


Energiegenossenschaften

Bürger nehmen die Energiewende in die Hand – Landesnetzwerk

Mainz, 16.02.13. Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz nehmen die Energiewende zunehmend selbst in die Hand: In den vergangenen vier Jahren wurden 32 Genossenschaften gegründet, davon waren 22 Energiegenossenschaften – 2012 waren es sogar 9 von 10. „Der Energiewende tut dieses direkte bürgerschaftlich-wirtschaftliche Engagement sehr gut. In Rheinland-Pfalz wird die Genossenschaftsidee mit neuem
Inhalt gefüllt und setzt auf eine klimafreundliche und von Kohle und Atomkraft unabhängige Energieversorgung. Ein wichtiges Ziel der Landesregierung ist die Dezentralisierung der Energieerzeugung verbunden mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien. Hier übernehmen Bürger-Energiegenossenschaften eine wichtige Rolle“, stellte Wirtschafts- und Energieministerin Eveline Lemke bei einer Pressekonferenz in Mainz fest.

Auf Initiative der Wirtschaftsministerin war vor knapp einem Jahr das Landesnetzwerk Bürgerenergiegenossenschaften Rheinland-Pfalz e.V. (LaNEG) mit 12 Gründungsmitgliedern auf den Weg gebracht worden – bisher einzigartig in Deutschland. Heute sind 17 der 22 rheinland-pfälzischen Energiegenossenschaften Mitglied im Landesnetzwerk; hinzukommen das Netzwerk „Energiewende jetzt“ und der Genossenschaftsverband Neu-Isenburg. Alle 19 LaNEG-Mitglieder organisieren sich für die Ziele und Anliegen der Energiegenossenschaften in Rheinland-Pfalz. Das Energieministerium fördert das Projekt bis 2015 mit rund 260.000 Euro. Neu im Netz ist die Internetseite www.laneg.de. Druckfrisch liegt jetzt die Broschüre „Bürger machen Energie – In sieben Schritten zur Energiegenossenschaft“ vor, die das Netzwerk „Energiewende jetzt“ im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erarbeitet hat.

Das neue Landesnetzwerk hat über 27 Millionen Euro investiert

Die 17 LaNeg-Genossenschaften zählen rund 2.470 Mitglieder (2012). Die installierte Leistung ihrer Anlagen für Erneuerbare Energien betrug knapp 12 MW Photovoltaik, wovon circa 5,3 MW in drei Freiflächenanlagen und 6,7 MW in Form von Dachanlagen erbracht werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug rund 27,4 Millionen Euro, davon knapp 8 Millionen Euro Eigenmittel und 19,4 Mio. Euro Fremdkapital.

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