Alexander Schweitzer spricht mit Amazon über gute Arbeit


Schweitzer trifft Deutschlandleitung von Amazon in Koblenz

Koblenz/Mainz, 19.03.12. Nach zahlreichen Gesprächen in den vergangenen Tagen mit Vertretern von ver.di, der Arbeitsagentur in Koblenz sowie der Arbeitnehmerseite zu den Vorwürfen gegen den Online-Versandhandel Amazon wird Minister Alexander Schweitzer am Donnerstag den rheinland-pfälzischen Standort des Unternehmens in Koblenz besuchen. „Es ist wichtig, dass wir uns nach den Abstimmungen und Gesprächen mit den wichtigen Akteuren im nächsten Schritt vor Ort ein Bild von den Arbeitsbedingungen machen“, erklärte der Minister heute in Mainz. Es zeuge von Kooperationsbereitschaft des Unternehmens, dass ein Gesprächstermin kurzfristig möglich war und neben dem Koblenzer Management auch der Leiter des Deutschland-Geschäftes an dem Treffen teilnehmen werde.

Der Minister betonte, er werde sich ausdrücklich für Verbesserungen der Arbeitsbedingungen einsetzen. „Gerade auch die Unternehmen, die Leiharbeitskräfte beschäftigen, müssen ihrer Verantwortung für menschenwürdige und faire Arbeitsbedingungen gerecht werden. Die Unternehmenskultur des eigenen Unternehmens sollte hierbei stets als Maßstab gesetzt werden. Insofern begrüße ich die Entscheidung von Amazon, sich von den in der Berichterstattung angeprangerten Security-Unternehmen zu trennen“, so der Minister.

Unabhängig vom aktuellen Fall sei es der Landesregierung schon seit langem ein wesentliches Anliegen, dass Deutschland für faire, sichere und transparente Arbeitsbedingungen steht. „Die Reportage über Amazon in Bad Hersfeld zeigt deutlich, dass wir auf die veränderten Rahmenbedingungen auf dem deutschen und auf dem europäischen Arbeitsmarkt reagieren müssen. Die Qualität der Arbeitsbedingungen und die Einhaltung der Arbeitnehmerrechte werden zunehmend durch steigenden internationalen Konkurrenzdruck und Gewinnmaximierung um jeden Preis verdrängt. Dieser Entwicklung gilt es aus meiner Sicht entschieden entgegenzuwirken“, so Schweitzer. „Vor diesem Hintergrund bleibt die Forderung nach einer neuen Ordnung auf dem Arbeitsmarkt aktueller denn je. Gerade bei der Frage nach den Grenzen von Leiharbeit und dem Umgang mit prekärer Beschäftigung wird die Landesregierung in ihrem Engagement für Gute Arbeit nicht nachlassen.“

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