Sitzenbleiben: Ruth Ratter verneint Bundesligavergleich


Kinder fördern statt aussortieren

Mainz, 19.02.13. Anlässlich der Diskussion um das Thema „Sitzenbleiben abschaffen“ erklärt Ruth Ratter, Bildungspolitische Sprecherin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz:

„Ziel jeglicher Ausbildung an Schulen muss sein, Kinder zu fördern statt sie auszusortieren. Auf Grundlage wissenschaftlicher Studien hat Rot-Grün ein Modellprojekt gestartet: Auf Sitzenbleiben soll verzichtet werden, stattdessen wollen wir, dass Kinder den Anschluss erst gar nicht verlieren. Die Kritik der CDU beruht nicht auf inhaltlicher Schärfe sondern startet überholte, ideologische Grabenkämpfe erneut. Sitzenbleiben löst keine Probleme, sondern verschärft diese. Denn die selektive Wirkung des Sitzenbleibens wirkt sich vielmehr negativ auf die Situation von Schülerinnen und Schülern aus. Der Vorwurf, Rot-Grün handele zum Zwecke der „Ökonomisierung“ ist daher so absurd wie er falsch ist. Schon die Wortwahl Klöckners ist verräterisch. Sie bemüht die Fußball-Bundesliga als Metapher, um ihre Position in der Schulpolitik deutlich zu machen. In der Fußball-Bundesliga spielen die Teams gegeneinander. In der Schule ist die Frage, wer Meister wird, sekundär. Wichtig ist es stattdessen, Schülerinnen und Schüler auf Leben und Beruf vorzubereiten und ihnen intellektuelle Selbstständigkeit zu ermöglichen. In der Bundesliga ist es notwendig, dass wer absteigt – in der Schule wollen wir das eben vermeiden.“

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