Nahrungsmittelpreise steigen deutlich an


Verbraucherpreisindex im Januar 1,7 Prozent über dem Vorjahresmonat
Deutlicher Rückgang der Jahresteuerungsrate
Erheblicher Anstieg der Nahrungsmittelpreise

Bad Ems, 20.02.13. Die Verbraucherpreise in Rheinland-Pfalz lagen im Januar 1,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, ist die Jahresteuerungsrate damit nach längerer Zeit wieder unter die für die Geldpolitik wichtige 2-Prozent-Marke gesunken. Der insgesamt nachlassende Preisdruck im Bereich Energie setzte sich auch zu Beginn des Jahres fort. Während sich die Kraftstoffpreise im Vorjahresvergleich kaum veränderten (plus 0,7 Prozent), verteuerte sich Haushaltsenergie im Durchschnitt um 5,4 Prozent. Ausschlaggebend hierfür waren der Anstieg der Umlage für Zentralheizung und Wärme (plus 6 Prozent) sowie insbesondere die deutlich gestiegenen Strompreise (plus 11,9 Prozent).

Fortgesetzt hat sich im Januar auch der spürbare Anstieg der Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (plus 4,1 Prozent). Insbesondere Gemüse (plus 11,7 Prozent) und Obst (plus 5,4 Prozent) verteuerten sich gegenüber Januar 2012 deutlich. So erhöhten sich beispielsweise die Preise für Blumenkohl um 20,6 Prozent und für Äpfel um 11,3 Prozent. Aber auch für Fleisch und Fleischwaren (plus 5,7 Prozent) sowie Fische und Fischwaren (plus 5 Prozent) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahr. Preisrückgänge waren hingegen bei Speisefetten und -ölen zu verzeichnen (minus 2,6 Prozent; darunter Butter: minus 7 Prozent). Der Preisrückgang in der Hauptgruppe Gesundheitspflege (minus 3,3
Prozent) ist vor allem auf den Wegfall der Praxisgebühr zurückzuführen.

Veränderungen gegenüber Dezember 2012

Im Vergleich zum Vormonat sank der Verbraucherpreisindex um 0,5 Prozent. Maßgeblich hierzu beigetragen haben neben dem Preisrückgang in der Gesundheitspflege (minus 5,4 Prozent), die saisonal bedingten Preissenkungen bei Bekleidung und Schuhen (minus 4,7 Prozent) sowie in der Hauptgruppe Freizeit, Unterhaltung
und Kultur (ebenfalls minus 4,7 Prozent; darunter Pauschalreisen: minus 17,7 Pozent). Merkliche Preiserhöhungen waren hingegen bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken (plus 1,2 Prozent) festzustellen. Insbesondere Obst (plus 4,7 Prozent) und Gemüse (plus 5 Prozent) verteuerten sich deutlich. Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in Rheinland-Pfalz in 11 Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 700 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog.
Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt.

Autor: Hans-Peter Fein (Abteilung Bevölkerung, Gesellschaft)

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