Rheinland-Pfalz will grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt stärken


Jahreskonferenz EURES-T Oberrhein

Schweitzer: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Arbeitsmarkt intensivieren

Landau/Mainz, 20.02.13. Auf der diesjährigen Jahreskonferenz des Netzwerks „EURES-T Oberrhein“ in Landau hat Arbeitsminister Alexander Schweitzer für eine Weiterführung der kontinuierlichen, grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in den regionalen Netzwerken geworben, um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in ihrer grenzüberschreitenden Mobilität erfolgreich zu unterstützen. „Ich kenne keinen anderen Kontext, in dem Fachverwaltungen, Wirtschafts- und Sozialpartner sowie Gebietskörperschaften so intensiv und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Das macht die besondere Qualität dieser Netzwerke aus.“ Auch Rheinland-Pfalz profitiere davon. So trügen Grenzgänger dazu bei, den Bedarf an Arbeitskräften und speziell an Fachkräften in Rheinland-Pfalz zu decken.

Die Jahreskonferenz wurde von der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz/Saarland der Bundesagentur für Arbeit veranstaltet mit dem Ziel, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den fachlichen Austausch der beteiligten Länder Deutschland, Frankreich und der Schweiz in dem regionalen Netzwerk am Oberrhein zu intensivieren. Die Grenzpendlersituation für Rheinland-Pfalz ist beispielsweise allein in der Südpfalz von täglich ca. 3.200 Einpendlern aus dem Elsass geprägt. Dem stehen rund 100 Auspendler gegenüber. Die EURES-Beraterinnen und -Berater der Arbeitsagenturen und Wirtschafts- und Sozialpartner stehen den grenzüberschreitenden Arbeitskräften hauptsächlich bei arbeits- und sozialrechtlichen Fragen und der Arbeitsvermittlung zur Seite.

Schweitzer hob hervor, dass die Schwerpunkte dieser Jahrestagung – die Situation junger Menschen am Arbeits- und Ausbildungsmarkt und die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse – auch für die rheinland-pfälzische Landesregierung Kernthemen der grenzüberschreitenden Arbeitsmarktpolitik sind. „Mit der vereinfachten Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse und der Öffnung des Ausbildungsmarkts kann es gelingen, dem sich abzeichnenden zukünftigen Fachkräftemangel zu begegnen. Dabei müssen aber vorhandene regionale Strategien und grenzüberschreitende Strategien zusammengebracht und miteinander verknüpft werden“, unterstrich der Minister. Deshalb habe die rheinland-pfälzische Landesregierung ein großes Interesse, Konzepte und Lösungen für diese Fragen gemeinsam zu diskutieren und umzusetzen.

Der Arbeitsminister wies zugleich darauf hin, dass bei einer Öffnung der Ausbildungsmärkte auch die jungen Menschen eine Chance bekommen müssen, die derzeit in Rheinland-Pfalz ohne Ausbildung sind. „Alle jungen Menschen brauchen Zuversicht und Vertrauen in die Zukunft. Dazu gehören eine berufliche Perspektive und existenzsichernde Löhne“, so Schweitzer.

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