Wie säkular ist der Staat?


Schlussveranstaltung Landauer Akademiegespräche mit Günther Beckstein

Landau, 20.02.13. Prominenter Besuch hat sich für die Schlussveranstaltung der Landauer Akademiegespräche dieses Winterhalbjahrs angekündigt: Die beiden ehemaligen Ministerpräsidenten Günther Beckstein und Bernhard Vogel sowie der Präsident des PEN-Zentrums Deutschland Johano Strasser werden am Freitag, 1. März 2013 über „Fundamente der Freiheit: Weltanschauliche Grundlagen des säkularen Staates“ diskutieren. Moderiert wird diese Veranstaltung letztmals von Initiator und Universitätsvizepräsident Ulrich Sarcinelli, der Ende März in Ruhestand gehen wird.

In modernen Gesellschaften wird zwischen Kirche und Staat klar unterschieden. Strikt getrennt sind Kirche und Staat in Deutschland hingegen nicht. Das Verhältnis ist kooperativ. Der Staat gewährleistet die Religionsfreiheit, fördert die Religionsausübung und erkennt Kirchen und Religionsgemeinschaften als öffentliche Akteure an. Im Fokus der Diskussion stehen die Fragen, was vor diesem Hintergrund „weltanschauliche Neutralität“ des Staates bedeutet? Ob der Staat die Freiheit Anders- und Nichtgläubiger einschränkt, wenn er Religionen den Zugang zum öffentlichen Raum ermöglicht? Oder ob die freiheitlich-demokratische Ordnung im Gegenteil auf religiös-weltanschauliche Grundierungen angewiesen ist, um Zustimmung und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger überhaupt erwarten zu können?

Die Veranstaltung findet ab 19 Uhr im Audimax der Universität in der Fortstraße 7 statt. Die Landauer Akademiegespräche sind eine gemeinsame Veranstaltung des Frank-Loeb-Instituts Landau an der Universität, der Evangelischen Akademie der Pfalz und der Stadt Landau in der Pfalz. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

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