Masterplan Mittelrheintal vorgestellt

Masterplan Mittelrheintal gibt wichtige Impulsefür weitere Entwicklung Mainz, 22.02.13 Gemeinsam mit Kulturstaatssekretär Walter Schumacher, den Landräten Bertram Fleck und Günter Kern vom Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal sowie dem SGD-Präsidenten Dr. Ulrich Kleemann hat die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke den Masterplan für das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal in Mainz vorgestellt. Der Masterplan wurde in verschiedenen Workshops zusammen mit der Bevölkerung erarbeitet. Eveline Lemke: „Der wichtigste Wunsch, der aus der Region an uns herangetragen wurde, ist die Notwendigkeit, den Bahnlärm im Mittelrheintal zu reduzieren. Gleichzeitig brauchen die Bürger im Oberen Mittelrheintal für die Zukunft Konzepte für eine nachhaltige Mobilität. Daneben geht es um die Verringerung des Leerstands bei Gebäuden in den Dorf- und Stadtkernen und die Pflege von Kulturlandschaft und der Baukultur. Diese Visionen wie auch alle weiteren Ergebnisse des Masterplans wollen wir der UNESCO vortragen und in Zukunft gemeinsam mit einem Konzept zur konkreten Umsetzung angehen.“ „Es wird nun Aufgabe aller Verantwortlichen sein, in Abstimmung mit der UNESCO Lösungen zu finden, die das Obere Mittelrheintal gleichermaßen für seine Bewohner lebenswert und für seine Besucher attraktiv gestalten. Hierbei einen ausgewogenen Weg zwischen wirtschaftlichen Interessen, denkmalpflegerischen Belangen, attraktiven Lebensbedingungen und touristischen Anforderungen zu finden, ist eine Herausforderung, die alle Verantwortlichen gemeinsam lösen müssen. Angesichts der guten Zusammenarbeit, die sich bereits bei der Erstellung des Masterplanes gezeigt hat, bin ich mehr als optimistisch, dass dies gelingt“, so der Regierungsbeauftragte für das Welterbe, Walter Schumacher. Zehn Jahre nach Eintragung des Oberen Mittelrheintales in die Liste der Welterbestätten der UNESCO haben sich die Verantwortlichen aus den Ländern Rheinland-Pfalz und Hessen sowie der Welterbe-Kommunen gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern in einen einjährigen Kommunikations- und Entwicklungsprozess begeben. „Mit diesem breiten beteiligungsorientierten Ansatz sind wir in der Region neue Wege gegangen und das hat sich gelohnt“, resümiert der Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, Bertram Fleck, als der Vorstand des Zweckverbands. Entstanden sind „bottom-up“ entwickelte Perspektiven für die Fortentwicklung des einzigartigen Kulturlandschaftsraumes zwischen Bingen am Rhein / Rüdesheim am Rhein und Koblenz. Der Masterplan wurde der UNESCO fristgerecht im Februar 2013 zugestellt. In einer Raumanalyse, in sechs thematisch ausgerichteten Workshops und einer Zukunftskonferenz wurden die Stärken und Schwächen des Oberen Mittelrheintales aus heutigem Blickwinkel aufgenommen und zukünftige Herausforderungen in allen Lebensbereichen formuliert. Als Ergebnis sind zehn Visionen für ein Zukunftsbild des Oberen Mittelrheintales entstanden. Im Vordergrund der stark vom Bahnlärm belasteten Welterbe-Bürgerinnen und -Bürger stehen der Wunsch nach mehr Ruhe im Mittelrheintal sowie eine nachhaltige Mobilität. Daneben wird dem Schutz der Kulturlandschaft und der Pflege der Baukultur hohe Bedeutung beigemessen. Die Entwicklung der Welterbe-Kommunen in Zeiten demografischer Veränderungen sowie die Stärkung der Wirtschaft und hier insbesondere die weitere Entwicklung des Tourismus sind ebenfalls wichtige Zukunftsaufgaben. Das Welterbegebiet soll sich künftig attraktiver für junge Menschen aufstellen und seine regionale Identität vor allem durch eine intensive Zusammenarbeit aller Welterbe-Akteure und verstärktes ehrenamtliches Engagement weiter entwickeln. Schließlich wird auch die Gestaltung der Energiewende im Oberen Mittelrheintal in Zukunft eine wichtige Rolle einnehmen. Um aus diesen Visionen Wirklichkeit werden zu lassen, soll der Masterplan-Prozess im Jahr 2013 durch ein Umsetzungskonzept konkret werden und die Weichen für kurz-, mittel- und langfristig wirksame Maßnahmen gestellt werden, darüber sind sich die Welterbe-Zuständigen des Landes und der Region einig.

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