DGB fordert schärfere gesetzliche Regelung bei Leiharbeit

Leiharbeit

DGB-Landesvorsitzender Muscheid fordert gesetzliche Regelung

Mainz, 28.02.13. Der DGB-Landesvorsitzende Dietmar Muscheid hat Reformen bei der Leiharbeit angemahnt. „Es darf nicht sein, dass Leiharbeit für Lohndumping missbraucht wird“, sagte Muscheid am Donnerstag in Mainz. Lohnunterschiede zwischen Leiharbeitern und Stammbelegschaft von rund 50 Prozent, wie sie SWR-Recherchen zufolge offenbar bei Globus in Kaiserslautern herrschten, seien „nicht hinnehmbar“. Muscheid stellte klar, dass Leiharbeit als Instrument zum Abfangen von Produktionsspitzen wichtig sei. Allerdings mehrten sich die Anzeichen, dass Unternehmen bei den Stammbelegschaften abbauten und die Arbeitskräfte anschließend über die Leiharbeit zu deutlich schlechteren Konditionen wieder in die Unternehmen holten. Dies sei ein „unerträglicher Umgang mit Menschen“ und schädlich für die Volkswirtschaft.

Nötig sei, dass nach einer kurzen Einarbeitungszeit gleicher Lohn für gleiche Arbeit gezahlt werde und die Arbeitsbedingungen zwischen Leiharbeitern und Stammbelegschaften angeglichen würden. „Gleicher Lohn bedeutet dabei das Geld, das auch beim Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin ankommt und nicht die Summe, die die Leiharbeitsfirma einstreicht. Leider scheut die Bundesregierung hier eine gesetzliche Regelung. Dasselbe gilt für das Thema Werkverträge, die ebenfalls zunehmend für Lohndumping missbraucht werden.“

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