Inflation bei 1,7%, Nahrungsmittel aber 2,7% teurer

Rückgang der Jahresteuerungsrate setzt sich fort

Bad Ems, 28.02.13. Der Verbraucherpreisindex für Rheinland-Pfalz lag im Februar 1,6 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems setzt sich damit der Rückgang der Jahresteuerungsrate fort. Im Januar hatte sie bei 1,7 Prozent, im Dezember 2012 noch bei 2,1 Prozent gelegen. Die Entwicklung bei den Energiepreisen (plus 3,9 Prozent) wird insbesondere durch den deutlichen Anstieg der Strompreise (plus 11,9 Prozent) bestimmt. Auch die Umlage für Zentralheizung und Wärme (plus 5,2 Prozent) stieg gegenüber Februar 2012 spürbar an. Demgegenüber änderten sich die Gaspreise kaum (plus 0,9 Prozent), Heizöl verbilligte sich sogar binnen Jahresfrist (minus 2,3 Prozent). Die Entwicklung bei den Kraftstoffpreisen (plus 1,6 Prozent) verlief uneinheitlich. Während sich Diesel geringfügig verbilligte (minus 0,3 Prozent) stiegen die Preise für Superbenzin um 2 Prozent. Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,7 Prozent. Erneut waren es Fleisch und Fleischwaren (plus 5,8 Prozent) sowie Fische und Fischwaren (plus 4,1 Prozent), deren Preise sich kräftig erhöhten. Beispielsweise verteuerten sich Rindfleisch zum Braten um 7,6 Prozent oder frisches Fischfilet um 6,6 Prozent. Auch bei Obst (plus 3 Prozent) sowie Molkereiprodukten und Eiern (plus 2,3 Prozent; darunter frische Milch: plus 4,4 Prozent) waren überdurchschnittliche Preissteigerungen festzustellen. Der Wegfall der Praxisgebühr zum Januar 2013 führte zu einem Preisrückgang im Bereich Gesundheitspflege (minus 3,5 Prozent) und wird sich auch in den nächsten Monaten dämpfend auf den Gesamtindex auswirken.

Veränderungen gegenüber Januar 2013

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,7 Prozent. Dies ist vor allem auf saisonbedingte Einflüsse zurückzuführen. Die Preise für Bekleidung erhöhten sich mit dem beginnenden Übergang auf die Frühjahrskollektion um 3,4 Prozent, Pauschalreisen waren 11 Prozent teurer als im Januar. Demgegenüber war bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken ein leichter Rückgang der Preise festzustellen (minus 0,2 Prozent; darunter Fische und Fischwaren: minus 1,7 Prozent; Gemüse: minus 2,7 Prozent). Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in Rheinland-Pfalz in 11 Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) gut 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von rund 750 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt.

Hans-Peter Fein (Abteilung Bevölkerung und Gesellschaft)

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