Langzeitarbeitslose gesundheitlich stabilisieren

Arbeit

Langner: Gesundheit von Langzeitarbeitslosen gemeinsam fördern

Mainz, 28.02.13. „Um langzeitarbeitslosen Menschen auf dem Arbeitsmarkt eine Chance zu geben, muss das Thema Gesundheit verstärkt in den Fokus genommen werden. Ansonsten könnten gesundheitliche Einschränkungen bei Arbeitslosen zum Integrationshemmnis Nummer eins werden“, sagte Arbeitsstaatssekretär David Langner heute in Ochtendung anlässlich der Eröffnung des Kongresses „Gesundheit und Arbeitslosigkeit“, den das Arbeitsministerium und das Jobcenter Mayen-Koblenz veranstalteten. Langner wies darauf hin, dass Langzeitarbeitslose oft mehrfache Vermittlungshemmnisse – wie Qualifikationsdefizite oder persönliche Defizite – haben, die häufig mit einer Vielzahl von Krankheiten in unterschiedlicher Ausprägung gepaart sind.

„Der Kongress soll auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen und gemeinsam mit der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz/Saarland, den Jobcentern und relevanten Arbeitsmarktakteuren dazu beitragen, dass Kooperationsvereinbarungen und Netzwerke zur Gesundheitsförderung von Langzeitarbeitslosen vereinbart werden.“ Denn nur wer sich fit und gesund fühle, sei auch selbstbewusst genug, sich bei einem Arbeitgeber ernsthaft um einen neuen Arbeitsplatz zu bewerben. „Aus arbeitsmarktpolitischen Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds (ESF) werden bereits seit 2010 von vielen Jobcentern und Trägern Gesundheitsbausteine in Maßnahmen eingebaut, um die gesundheitlichen Einschränkungen von Langzeitleistungsbeziehern zu verbessern“, sagte der Staatssekretär. Dabei handele es sich vorrangig um Aktivierungsbausteine, wie zum Beispiel Sport, um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Maßnahmen zu einem besseren Körperverhältnis und zu mehr Aktivität zu animieren.

„Langzeitarbeitslose mit größeren gesundheitlichen Einschränkungen oder chronische Krankheiten müssen dabei eine intensivere Begleitung erfahren, sportliche Aktivitäten allein reichen hier nicht mehr aus“, hob David Langner hervor. Erwerbslosigkeit trage auch zu einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit bei, wie Studien belegten. Deshalb sei das Jobcenter Mayen-Koblenz als Mitveranstalter des Kongresses bereits seit langem in diesem Thema aktiv und habe unter anderem bereits ein Netzwerk Gesundheit, so David Langner. Darüber hinaus habe die Landesregierung in diesem Jahr gemeinsam mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) ein Projekt zur Gesundheitsförderung gestartet, das sich an Jobcenter und Träger von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen richtet. „Um die Zielgruppe der Langzeitarbeitslosen zu erreichen, müssen Maßnahmen der Gesundheitsförderung und der Prävention eng mit der Arbeitsförderung verknüpft werden“, betonte Staatssekretär Langner.

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