Islamischer Religionsunterricht: Von Niedersachsen lernen

Runder Tisch Islam

Erfahrungsaustausch mit Niedersachsen zum islamischen Religionsunterricht

Mainz, 02.03.13. Ein Erfahrungsaustausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Niedersachsen zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts stand am Freitag im Mittelpunkt der vierten Sitzung des Runden Tisches Islam. In Niedersachsen wird der konfessionelle islamische Religionsunterricht ab dem kommenden Schuljahr stufenweise eingeführt. „Wir sind sehr gespannt auf dieses Gespräch, denn wir erwarten hilfreiche Hinweise, die wir in Rheinland-Pfalz nutzen können“, sagt der Beauftragte der Landesregierung für Migration und Integration und Leiter des Runden Tisches Islam, Miguel Vicente.

Rheinland-Pfalz habe bereits sehr gute Erfahrungen mit seinen Modellschulen, in denen seit einigen Jahren islamischer Religionsunterricht angeboten wird. Es gelte nun, mit den islamischen Religionsgemeinschaften eine landesweite Regelung zu erarbeiten, die langfristig tragfähig ist und dabei hilft, islamischen Unterricht schrittweise auszubauen. Aus Hannover reisen Vertreterinnen und Vertreter des Kultusministeriums sowie von den islamischen Organisationen DITIB und Schura an. „Den konfessionellen islamischen Religionsunterricht an rheinland-pfälzischen Schulen zu festigen und auszubauen, ist uns ein wichtiges Anliegen“, erklärt Miguel Vicente. „Er bedeutet einen Schritt zur Gleichberechtigung von Menschen muslimischen Glaubens und zollt der Tatsache Respekt, dass sie mit rund 150.000 Gläubigen die drittgrößte Religionsgemeinschaft in Rheinland-Pfalz stellen.“ Der Runde Tisch Islam wurde im März 2012 auf Einladung des Beauftragten der Landesregierung für Migration und Integration, Miguel Vicente, eingerichtet. Er dient als Gesprächsforum zwischen der Landesregierung und islamischen Verbänden.

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