Rheinland-Pfälzer verzehren weniger in Speisengastronomie

Gastgewerbe

Mehr Beschäftigte im Gastgewerbe bei sinkendem Umsatz

Bad Ems, 02.03.13. Das rheinland-pfälzische Gastgewerbe meldete im abgelaufenen Jahr 2012 ein Umsatzminus. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Umsätze nominal, also zu jeweiligen Preisen, um 2,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Real – d. h. um Preisveränderungen bereinigt – sanken die Umsätze um 4 Prozent gegenüber dem Jahr 2011. (Deutschland: nominal plus 2,1 Prozent, real plus 0,2 Prozent). In der Gastronomie, in der etwa sechs Zehntel der Gastgewerbeumsätze erwirtschaftet werden, sanken die Umsatzzahlen nominal um 4,1 Prozent und real um 6 Prozent. Besonders hoch fiel das nominale Umsatzminus mit 5,5 Prozent in der speisengeprägten Gastronomie aus, zu der Restaurants, Cafés, Eissalons und Imbissstuben zählen. Real lagen die Umsätze dort um 7,5 Prozent unter denen des Vorjahres. Im Teilbereich der getränkegeprägten Gastronomie, zu der Schankwirtschaften, Diskotheken und Bars gehören, war der Umsatzrückgang sowohl nominal (minus 1,4 Prozent) als auch real (minus 3,5 Prozent) weniger deutlich. Günstiger war die Bilanz der Caterer und Erbringer sonstiger Verpflegungsdienstleistungen mit einem nominalen Umsatzwachstum von 0,8 Prozent und einem realen Rückgang um 1,1 Prozent. Im rheinland-pfälzischen Beherbergungsgewerbe lagen die Umsätze im Jahr 2012 nominal um 0,6 Prozent über und real um 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe nahm 2012 insgesamt um 1,6 Prozent zu. Besonders deutlich fiel der Anstieg bei den Teilzeitbeschäftigten aus (plus 2,2 Prozent). Die Anzahl der Vollzeitkräfte erhöhte sich geringfügig um 0,4 Prozent.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei etwa 220 Gastgewerbeunternehmen in Rheinland-Pfalz. Das sind rund fünf Prozent aller Gastgewerbebetriebe im Land. Die Angaben für Filialbetriebe von Hotel- und Restaurantketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten. Da es sich um eine Stichprobenerhebung handelt, liegen absolute Werte sowie Regionalangaben nicht vor.

Autor: Rainer Klein (Referat Unternehmensstatistiken)

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