Die drei stärksten Schulen von Rheinland-Pfalz

Ausgezeichnet: Schulen aus Wörrstadt, Ramstein-Miesenbach und Nierstein sind die „Starken Schulen 2013“ in Rheinland-Pfalz • Staatssekretär Hans Beckmann lobt das Engagement der Schulen • Herausragende Qualifizierung der Schüler für den Übergang Mainz, 04.03.13 „Starke Schulen“ in Rheinland-Pfalz: Die Georg-Forster-Gesamtschule in Wörrstadt, die Realschule plus in Ramstein-Miesenbach und die Carl-Zuckmayer-Realschule plus mit Fachoberschule in Nierstein haben die Landespreise des bundesweiten Schulwettbewerbs „Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“ gewonnen. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte nahmen heute in Mainz aus den Händen von Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann die Preise entgegen. Der Wettbewerb prämiert die herausragende Arbeit, die diese Schulen bei der Vorbereitung ihrer Schüler auf die Berufswelt leisten. Beckmann würdigte das Engagement aller Schulen, die sich an dem Wettbewerb „Starke Schule“ beteiligt hatten, und lobte insbesondere die Landessieger: „Alle drei Schulen unterstützen ihre Schülerinnen und Schüler hervorragend beim Erwerb von fachlichen aber auch von überfachlichen Kompetenzen. Sie haben dabei nicht nur den Abschluss der Berufsreife im Blick, sondern arbeiten gezielt auf Anschlüsse insbesondere in eine berufliche Ausbildung hin. Die Schülerinnen und Schüler werden individuell gefördert aber auch gefordert und in ihrer Leistungsfähigkeit bestärkt. Gerade vor dem Hintergrund der gewachsenen Ansprüche aus der Wirtschaft an Schulabsolventen ist dieses Engagement wichtig und verdient eine entsprechende Anerkennung.“ Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Platz belegt die Integrierte Gesamtschule (IGS) Georg Forster in Wörrstadt. Die Schule überzeugte die Jury durch ihr hervorragendes Berufsorientierungskonzept, die offenen Unterrichtsformen sowie die hohe Eigenverantwortlichkeit der Schülerinnen und Schüler. Sie ist Modellschule für Partizipation und Demokratie und setzt Oberstufenschüler als Lerncoachs ein. Die Realschule plus in Ramstein-Miesenbach erreichte den zweiten Platz und bekommt 3.500 Euro für ihre hohe Innovationsbereitschaft, ihre differenzierten Förderpläne und ihr breit gefächertes Engagement im Rahmen von Projekten wie beispielsweise der „KOA-Klasse“ (Keine/r ohne Abschluss), der „Medienkompetenzschule“ oder der „Schule ohne Rassismus“. Mit dem dritten Platz und 2.000 Euro wurde die Carl- Zuckmayer-Realschule plus mit Fachoberschule in Nierstein ausgezeichnet. Dort beeindruckten die Jury unter anderem die hervorragende Arbeit in der Orientierungsstufe, die intensive Leseförderung, aber auch die Fokussierung auf leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler. Alle „Starken Schulen“ leisten hervorragende Arbeit in einem oft sehr schwierigen Umfeld. Angesichts des demographischen Wandels und des daraus resultierenden Fachkräftemangels wird diese Arbeit zunehmend wichtiger. Studien belegen, dass insgesamt 20 Prozent der Jugendlichen eines Jahrgangs nicht über die notwendigen fachlichen und sozialen Kompetenzen für die Berufswelt verfügen. Ihre Schüler zur Ausbildungsreife zu führen, erreichen die „Starken Schulen“ vor allem durch eine Öffnung nach innen und außen: Groß geschrieben wird die Gestaltung von Schule als Lebensort, die Zusammenarbeit der Lehrkräfte mit Eltern, Sozialarbeitern, Sonderpädagogen und Berufsberatern der Agentur für Arbeit sowie die Kooperation mit Unternehmen und Berufsschulen. „Wir können als Gesellschaft nicht auf ein Fünftel jedes Jahrgangs verzichten. Die „Starken Schulen“ in Rheinland-Pfalz zeigen, dass es anders geht. Sie fördern ihre Schülerinnen und Schüler individuell, entwickeln Unterricht und Lernprozesse kontinuierlich weiter und sehen die Vielfalt ihrer Schüler als Chance. Damit ermöglichen sie ihren Schülerinnen und Schülern eine aktive und selbstbestimmte Teilhabe am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben. Nur so kann Chancengerechtigkeit hergestellt und für alle Jugendlichen eine echte Anschlussperspektive ermöglicht werden“, sagt Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Hertie- Stiftung, stellvertretend für die Projektpartner. Der mit 210.000 Euro dotierte Wettbewerb „Starke Schule“ wird alle zwei Jahre von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Bank Stiftung durchgeführt. Bewerben können sich alle allgemein bildenden Schulformen, die zur Ausbildungsreife führen. Aus den fast 700 Einsendungen des aktuellen Wettbewerbs ermittelte eine Jury mit Experten aus Bildung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die Landessieger. Gemeinsam mit den Gewinnern der anderen Bundesländer hat die erstplatzierte Georg-Forster-Gesamtschule aus Wörrstadt nun die Chance auf den Bundessieg, der im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 5. Juni 2013 in Berlin durch Bundespräsident Joachim Gauck bekannt gegeben wird. Neben der öffentlichen Anerkennung ihrer Arbeit ist der größte Gewinn für die Landessieger die Aufnahme in das länderübergreifende Netzwerk. Hier erhalten Lehrkräfte die Möglichkeit, an zahlreichen Fortbildungen zur Unterrichts- und Organisationsentwicklung teilzunehmen und von guten Beispielen zu lernen. Die Fortbildungen ermöglichen den Einblick in andere „Starke Schulen“ und in andere erfolgreiche Konzepte – auch über Grenzen von Bundesländern hinaus – und geben Impulse zur schulischen Weiterentwicklung. Berufsbildung, Übergang Schule/Beruf

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