Auftragsrückgang bei Industrie

Industrie erhielt im Januar weniger Aufträge Bad Ems, 06.03.13 Die Anzeichen einer sinkenden Konjunktur mehren sich trotz der zweckoptimistischen Prognosen, die verbreitet werden. Die Statisk spricht deutliche Worte, wie in der folgenden Meldung des statistischen Landesamtes, Bad Ems. „Die rheinland-pfälzische Industrie erhielt im Januar 2013 weniger Aufträge. Das Statistische Landesamt errechnete auf der Basis vorläufiger Werte im Vergleich zum Dezember 2012 einen Rückgang um 4,2 Prozent. Im ersten Monat des Jahres waren die Auftragseingänge stark von saisonalen Effekten beeinflusst. Gegenüber dem Januar 2012 sanken die Auftragseingänge um 6,7 Prozent. Veränderung gegenüber Dezember 2012: Minus 4,2 Prozent Im Vergleich zum Vormonat verringerte sich der Auftragseingang im Januar 2013 preis-, kalender- und saisonbereinigt um 4,2 Prozent. Während die Inlandsnachfrage leicht zurückging (minus 1,5 Prozent), verschlechterte sich die Auslandsnachfrage deutlich (minus 6,2 Prozent). Die Vorleistungsgüterproduzenten (minus 7,8 Prozent) und die Konsumgüterproduzenten (minus 1,6 Prozent) verbuchten geringere Auftragseingänge. Die Nachfrage nach Investitionsgütern stieg leicht um 1,2 Prozent. Von den drei großen Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie verzeichnete die Chemie einen kräftigen Rückgang der Bestellungen um 10,9 Prozent, während der Maschinenbau stagnierende Auftragseingänge verbuchte (minus 0,6 Prozent). Dagegen stieg die Nachfrage im Fahrzeugbau um 2,3 Prozent. Veränderung gegenüber Januar 2012: Minus 6,7 Prozent Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Auftragseingänge in der rheinland-pfälzischen Industrie im Januar um 6,7 Prozent verschlechtert. Die Inlandsnachfrage fiel um 4,5 Prozent niedriger aus als im Januar 2012. Im Auslandgeschäft wurde ein Auftragsminus von 8,4 Prozent verbucht. Sowohl die Konsumgüterproduzenten (minus 13,7 Prozent) als auch die Investitionsgüterproduzenten (minus 8,8 Prozent) und die Vorleistungsgüterproduzenten (minus 4,1 Prozent) verzeichneten Nachfragerückgänge. Von den drei großen Branchen des Landes registrierten der Maschinenbau (minus 27,6 Prozent) und die chemische Industrie (minus 2,8 Prozent) einen Rückgang der Nachfrage. Im Fahrzeugbau gingen dagegen mehr Aufträge ein als im Vorjahr (plus 6,5 Prozent). Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe stellen auf der Basis der vorläufigen Ergebnisse für das verarbeitende Gewerbe insgesamt, für die wichtigsten Güterhauptgruppen und für die größten Industriebranchen in Rheinland-Pfalz monatlich die Auftragseingänge (real) und die Produktion (real) in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahresmonat und dem Vormonat bereit. Die Daten stammen aus dem Monatsbericht sowie der monatlichen Produktionserhebung für Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden. Dazu werden regelmäßig rund 1 000 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten befragt. Autor: Dr. Marc Völker (Referat Analysen) Metall, Maschinenbau, Konjunktur

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