Krankheitsrate gestiegen, 30% Zunahme bei psychischen Erkrankungen

AOK: Krankenstand in Rheinland-Pfalz und im Saarland leicht gestiegen Jeder zweite Beschäftigte war einmal im Jahr 2012 krankgeschrieben – psychische Krank-heiten nehmen weiter zu. Eisenberg, 06.03.13 Der Krankenstand in Rheinland-Pfalz und im Saarland ist nach AOK-Angaben nach einem historischen Tiefstand im Jahre 2006 im letzten Jahr erneut leicht angestiegen. Eine Auswertung zu den Fehlzeiten der Beschäftigten, die bei der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse versichert sind, ergab für das Jahr 2012 einen Krankenstand von 5,4 Prozent. 55,8 Prozent aller AOK-Mitglieder – also mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer – waren mindestens einmal krankgeschrieben. „Da bei der AOK Arbeitnehmer und Auszubildende aus allen Branchen versichert sind“, so Walter Bockemühl, AOK-Vorstandsvorsitzender, „können diese Zahlen durchaus als Maßstab für die gesamte Wirtschaft in Rheinland-Pfalz und im Saarland angesehen werden.“ Große Unterschiede bei den Branchen In den Branchen zeigen sich Unterschiede bei den Fehlzeiten. So liegt der Krankenstand im Baugewerbe, in der Öffentlichen Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, im Verarbeitenden Gewerbe, Verkehr und Lagerei sowie im Gesundheits- und Sozialwesen über dem Durchschnitt der AOK Rheinland-Pfalz/ Saarland. Psychische Erkrankungen weiterhin auf dem Vormarsch Die AOK-Statistik zeigt auch, dass besonders Bewegung und Entspannung für einen gesunden Lebensstil wichtig sind. Denn bezogen auf die Arbeitsunfähigkeitstage waren die häufigsten Krankheitsursachen, Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes, Verletzungen und Vergiftungen, Krankheiten des Atmungssystems und an vierter Stelle stehen psychische Erkrankungen und Verhaltens-störungen. In den letzten vier Jahren sind die Fehltage auf Grund von psychischen Erkrankungen um 30 Prozent gestiegen. Dass das in den letzten Jahren im Bewusstsein der Menschen angekommen ist, zeigen die Teilneh-merzahlen des AOK-Gesundheitskurses „Burnoutprävention – Den Stress bewältigen“. Der „Fehlzeitenreport 2012“ des Wissen-schaftlichen Instituts der AOK (WidO) belegt: Zu viel berufliche Flexibilität schadet der Psyche. Mit der Ursachenforschung zu diesem Thema beschäftigt sich auch das WidO seit Jahren. Als zusätzliche Belastung ist berufliche Flexibilität und die ständige Erreichbarkeit lokalisiert worden. „Im Grunde ist es gut für die Gesundheit, wenn Beschäftigte ihre Arbeit räumlich und zeitlich an die eigenen Bedürfnisse anpassen können. Aber jeder sollte seine eigenen Grenzen nicht aus den Augen verlieren“, so Walter Bockemühl. Erkrankungen, Burn Out

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