Ernährungslehre praktisch: durch gutes Schulessen

Fachkongress Schulverpflegung Ahnen / Höfken: Gutes Schulessen und gute Ernährungsbildung Mainz, 13.03.13 „Schlauer essen – besser lernen“ – zusammen mit Bildungsministerin Doris Ahnen, Ernährungsministerin Ulrike Höfken, Sternekoch Johann Lafer, der mit dem 2012 gestarteten Projekt „food@ucation“ in Bad Kreuznach auch zu den Mensabetreibern gehört, sowie ausgewiesenen Expertinnen und Experten auf dem Feld der Ernährungsbildung nahmen heute rund 200 Lehrkräfte und andere Fachleute an einem Kongress in Bad Kreuznach teil. Diskutiert wurden Konzepte, wie die Schulverpflegung und die Aufklärung über gesunde Ernährung in den Schulen besser miteinander verknüpft und stärker voneinander profitieren können. „Ganztagsschulen bieten sehr gute Möglichkeiten, Schülerinnen und Schülern nicht nur mehr Wissen über gesunde Ernährung zu vermitteln, sondern Kinder und Jugendliche auch durch das Angebot beim täglichen Mittagessen direkt erleben zu lassen, wie gesundes Essen aussieht, riecht und schmeckt“, sagte Bildungsministerin Ahnen. Solche positiven Empfindungen unterstützten und festigten erworbenes Wissen über gesunde Ernährung. „Dazu gehört auch die soziale Komponente des gemeinsamen Essens: Miteinander reden, Verantwortung übernehmen, Regeln einhalten und Integration sind wichtige Bestandteile der Schulernährung“, ergänzte Ernährungsministerin Höfken. Wie sich ein gutes, frisches und regionales Schulessen und eine nachhaltige Ernährungsbildung gegenseitig ergänzen können, zeigt beispielsweise die Ganztagsgrundschule Pestalozzi-Schule in Eisenberg (Donnersbergkreis) in vorbildlicher Weise, die als erste Schule in Rheinland-Pfalz von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zertifiziert wurde. Ahnen und Höfken überreichten dem Rektor der Pestalozzi-Schule, Markus Fichter, auf der Fachtagung das Zertifikat. „Millionen Menschen leiden an den Folgen von Fehlernährung, das verursacht zwei Drittel der Kosten unseres Gesundheitssystems“, unterstrich Ernährungsministerin Höfken. Die Ernährungsbildung habe hier eine Schlüsselfunktion, sowohl was eine gesunde Ernährungsweise als auch was mehr Wertschätzung für Lebensmittel betreffe. „Schulessen muss gut schmecken und sollte möglichst aus regionalen und saisonalen Produkten zubereitet sein“, betonte Höfken. Zudem sei es notwendig, dass das Thema Ernährung in seiner ganzen Bandbreite im Schulunterricht präsentiert werde: von der landwirtschaftlichen Produktion über den Einkauf bis zum Kochen. „Wer das ABC der guten Ernährung beherrscht, kann sich gesünder und nachhaltiger ernähren. Das kommt unserer Umwelt zugute aber auch der regionalen Ernährungswirtschaft“, so die Ernährungsministerin. Doris Ahnen und Ulrike Höfken betonten, Ziel der Landesregierung sei es, die Ernährungs- und die Verbraucherbildung fächerübergreifend an allen allgemeinbildenden Schulen zu verankern und weiter zu intensivieren. Eine Basis dafür sei die Richtlinie Verbraucherbildung, für deren breitere Umsetzung im Herbst 2012 ein auf drei Jahre angelegtes onlinegestütztes Lehrerfortbildungsprojekt gestartet worden sei. Es gebe eine ganze Reihe von Projekten und Angeboten – wie den „Lernort Bauernhof“, den Ernährungsführerschein oder das Programm Klasse 2000 – die den Bezug zu gesunden und regional erzeugten Lebensmitteln herstellten und vertieften. Die landesweite Vernetzungsstelle Schulverpflegung sei bereits gestärkt und ihre Zuständigkeit auf die Kindertagestätten ausgeweitet worden. Um bei den Kleinsten anzusetzen, habe man außerdem landesweit 15 Kitas für ein Coaching-Projekt zur Förderung der Ernährungsbildung gewonnen. Das Schulobstprogramm werde seit 2012 ebenfalls schrittweise auf Kitas ausgeweitet. Schulobstprogramm, Ernährungslehre

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