Rückenschmerzen: Sport und Abnehmen

„Ich habe Rücken…“ Tipps der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) zum Tag der Rückengesundheit am 15. März Mainz, 13.03.13 „Entschuldigen Sie, ich habe Rücken“, Fernseh-Ikone Horst Schlämmer, Inbegriff eines ungesunden Lebensstils, machte Rückenbeschwerden einst comedytauglich. Was im Fernsehen für Lacher sorgt, ist im Alltag jedoch alles andere als lustig. Viele Menschen leiden unter einem schmerzenden Rücken. In Deutschland sind Rückenschmerzen der häufigste Grund für Krankschreibungen, für medizinische Rehabilitationsmaßnahmen sowie für vorzeitige Berentung und Erwerbsunfähigkeit. Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) nimmt daher den 12. Tag der Rückengesundheit zum Anlass für Empfehlungen zum Thema Rückengesundheit. Noch vor einigen Jahren empfahl man Menschen mit Rückenschmerzen Schonung und Ruhe. Heute weiß man es besser. „Die beste Strategie im Umgang mit Rückenschmerzen ist es, aktiv zu bleiben, sich regelmäßig und moderat zu bewegen und die Muskeln zu trainieren“, betont Jupp Arldt, Geschäftsführer der LZG. „Wenn man sich bei Rückenschmerzen zu lange schont, nehmen die Beschwerden eher zu. Der Körper baut Muskeln und Knochenmasse ab, man wird schwächer, steifer und weniger belastbar“, so Arldt. Ebenso kann bei Menschen mit Übergewicht eine Gewichtsreduktion positive Auswirkungen auf den Rücken haben. „Übergewicht kann die Wirbelsäule so strapazieren, dass frühzeitige Abnutzungserscheinungen entstehen. Die Folge sind Rückenschmerzen, die die Beweglichkeit adipöser Menschen weiter erschweren und ihre Lebensqualität einschränken“, warnt Jupp Arldt, der auch Vorsitzender des Adipositasnetzwerks Rheinland-Pfalz ist. Wenn zu den Rückenbeschwerden weitere Symptome, wie zum Beispiel deutlicher Gewichtsverlust, Fieber, starkes Schwitzen und heftige Schmerzen in der Nacht oder Gefühlsstörungen in Armen oder Beinen, hinzukommen, sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Rückenschmerzen sind jedoch nur in wenigen Fällen mit einer gravierenden Krankheit verbunden. Meist sind sie ein Körpersignal, das auf einen ungünstigen Lebensstil hinweist: Wenig Bewegung, zu langes Sitzen vor dem Computer, einseitige Belastung oder stressbedingte Verspannungen können zu einem schmerzenden Rücken führen. Schon ein warmes Bad, Lockerungsgymnastik oder ein entspannter Abendspaziergang können Abhilfe schaffen. Hilfreich ist es auch, die Belastbarkeit des Rückens durch sportliche Aktivitäten zu stärken. Dabei muss es kein teures Fitnessstudio sein, denn auch die traditionellen Sportvereine haben ein vielfältiges Angebot. Nicht vergessen sollte man die Bewegungsmöglichkeiten, die der Alltag bietet. „Der Tipp, Treppen steigen statt Fahrstuhl fahren oder öfter mal das Fahrrad benutzen, klingt banal, ist aber wirkungsvoll und einfach umzusetzen“, erklärt Jupp Arldt. Wer berufsbedingt viel sitzen muss, sollte zwischendrin öfter mal aufstehen, sich recken und den Körper dehnen. Wird viel vor dem Bildschirm gearbeitet, sollte überprüft werden, ob sich der obere Bildschirmrand in etwa auf Augenhöhe befindet. Das verhindert, dass sich die Nackenmuskeln verspannen. „Es ist wichtig, den Arbeitsplatz möglichst bewegungsreich zu gestalten: Schnurlose Telefone, ein ergonomischer Bürostuhl sowie höhenverstellbare Schreibtische, die auch die Arbeit im Stehen ermöglichen, können dazu beitragen“, empfiehlt Jupp Arldt. Drucker und andere Bürogeräte sollten nicht in Reichweite stehen, so dass man sie nur gehend erreichen kann. Anstatt sich auf dem Bürostuhl zum Regal rollen zu lassen, lieber einmal aufstehen und die wenigen Meter im Büro zu Fuß zurücklegen. Sei aktiv und beweg dich – wer diesen Rat beherzigt, kann seine Rückengesundheit positiv beeinflussen. Bewegung

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