Breite Bürgerbeteiligung führt zu Nationalparkkonzept

Nationalpark im Hunsrück

Im Dialog zum Nationalpark – Bürger gestalten ihre Region / Höfken nimmt Ergebnisse des Bürgerdialogs entgegen

Mainz, 15.03.13. Die Menschen im Hunsrück haben mit beeindruckendem Engagement die Chance ergriffen, den Nationalpark mitzugestalten und sich aktiv um die Zukunft ihrer Region zu kümmern“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken und nahm am Freitag auf einer Veranstaltung in Kempfeld die Ergebnisse aus den Arbeitskreisen des Bürgerdialogs entgegen. Von Regeln für die Wegenutzung über generationsübergreifende Wohn- und Lebensformen bis zu touristischen Angeboten im Baukastensystem oder einem aktiv mitgestaltenden Bürgernetzwerk – etwa 200 Bürgerinnen und Bürger haben von Oktober bis Februar Vorschläge und Visionen für ihre Region entwickelt. Der Nationalpark als Leuchtturmprojekt und damit eine Dachmarke, die für eine Regionalkultur und ein starkes Wir-Gefühl steht – so stellen sich die Bürger die Zukunft vor, griff Höfken die Ergebnisse auf. Dies zeige, dass das Projekt Nationalpark nicht nur zum Erhalt der einzigartigen Natur im Hunsrück und der biologischen Vielfalt beitragen, sondern gleichzeitig Impulsgeber für eine zukunftsfähige Entwicklung des ländlichen Raums sein könne. „Durch den Bürger dialog ist bereits der Weg zum Nationalpark zur Zukunftsschmiede für den Hunsrück geworden“, so Höfken. Die Landesregierung habe dabei gezielt Neuland in der Bürgerbeteiligung betreten. Noch nie sei ein Nationalpark in so breiter Abstimmung mit der Bevölkerung entwickelt worden. „Nun ist es an uns, diese Ergebnisse aus den Arbeitskreisen, online-Foren und Dialogveranstaltungen auszuwerten und in unsere fachlichen Überlegungen einzubeziehen“, kündigte die Ministerin an. Auch das Eckpunktepapier, das der Naturpark Saar-Hunsrück mit kommunalen Vertretern erarbeite, werde in das Konzept der Landesregierung einfließen. Voraussichtlich bis zum Sommer wolle man ein Gesamtkonzept entwickeln und den Gremien der Region zur Entscheidung vorstellen. Danach könne sich ein rechtsförmliches Verfahren zur Gründung des Nationalparks anschließen, verkündete Höfken. „Der Dialog mit der Region geht weiter“, so die Ministerin und betonte: „Wir brauchen Ihr Engagement auch wenn es an die Umsetzung der Konzepte geht. Denn Sie sind die Expertinnen und Experten Ihrer Region.“ Bürgerinnen und Bürger können sich auch weiterhin einbringen. Kontaktmöglichkeiten: Tel.: 06131-165577 oder nationalpark@wald-rlp.de

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