Deutschhausplatz in Mainz nun Platz der Mainzer Republik

Bildunterschrift: Vom Balkon des Deutschhauses (Heute Landtag) wurde vor 220 Jahren die Mainzer Republik ausgerufen. (Foto rlp-Archiv) „Akt historischer Gerechtigkeit“ Umbenennung „Deutschhausplatz“ in „Platz der Mainzer Republik“ Mainz, 18.03.13 Der 18. März 1793 steht wie nur wenige andere in einer bemerkenswerten Traditionslinie der deutschen Geschichte: Genau 220 Jahre, nachdem vom Balkon des Deutschhauses die erste deutsche Republik überhaupt proklamiert wurde, wird der Deutschhausplatz u. a. in Anwesenheit von Bundestagspräsident Professor Dr. Norbert Lammert und Ministerpräsidentin Malu Dreyer am 18. März 2013 umbenannt in „Platz der Mainzer Republik“. Diese Mainzer Republik war ein Anfang, die erste tastende Suche nach Freiheit und Gleichheit und damit ein Meilenstein der deutschen Demokratiebewegung. Und sie war das erste Bestreben, eine gewählte Volksvertretung an die Stelle einer als gottgegeben empfundenen Ständeordnung zu setzen. Von den Ereignissen, die Mainz in den Jahren 1792/93 in seinen Grundfesten erschütterten, lässt sich eine Linie ziehen zum Hambacher Fest von 1832 und zum Frankfurter Paulskirchenparlament von 1848. Oberbürgermeister Michael Ebling: „Mit der Ausstellung zur Mainzer Republik, die derzeit im Landtag zu sehen ist, mit der öffentlichen Diskussion der letzten Monate und nicht zuletzt mit dem klaren Stadtratsbeschluss zur Umbenennung vollziehen wir einen Akt historischer Gerechtigkeit, wie dies der Historiker Franz Dumont einmal formuliert hat. Unsere Stadt kann trotz aller Widersprüche stolz darauf sein, dass die Wurzeln der deutschen Demokratiebewegung hier in Mainz liegen. Und es war geradezu überfällig, diese Tatsache in das Stadtbild und in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.“

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