Malu Dreyer würdigt Mainzer Republik als ersten Baustein der Demokratie in Deutschland

220 Jahre Mainzer Republik Ministerpräsidentin Dreyer: Demokratie lebendig halten Mainz, 18.03.13 Bei der Festveranstaltung „220 Jahre Mainzer Republik“ hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer dazu aufgerufen, die Demokratie lebendig zu halten. „So wie sich unsere Gesellschaft entwickelt, müssen wir auch unsere Demokratie auf der Höhe der Zeit halten“, sagte die Ministerpräsidentin im Plenarsaal des Landtages. Die herkömmlichen Verfahren und Strukturen der Repräsentanz und Beteiligung würden dem Bedürfnis vieler Menschen nicht mehr in ausreichendem Maß entsprechen. „Wir brauchen deshalb mehr Elemente der direkten Bürgerbeteiligung und mehr Transparenz im staatlichen Handeln“, forderte Dreyer. Dies habe sie zu einem zentralen Ziel ihrer Regierungsarbeit erklärt. Die Landesregierung wolle das große Potenzial nutzen, das Bürgerinnen und Bürger einzubringen hätten. „Erfolgreiche Bürgerbeteiligung schafft Vertrauen in die Demokratie, die in ihrer Entwicklung auch durch die Mainzer Republik des Jahres 1793 mitgeprägt wurde“, so die Ministerpräsidentin weiter. Dieses erste Kapitel einer Republik auf deutschem Boden sei zwar nur kurz gewesen, es markiere aber den Beginn einer neuen politischen Zeit. “Die Mainzer Republik ist ein wichtiger Baustein unserer modernen staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung. Sie verdient historische Wertschätzung und gesellschaftliche Aufmerksamkeit“, sagte Dreyer. Durch die Umbenennung des Deutschhausplatzes in den „Platz der Mainzer Republik“ habe das Deutschhaus die Chance, mehr noch als bisher zu einem Erinnerungsort deutscher Geschichte zu werden. „Demokratie braucht Demokratinnen und Demokraten. Und sie braucht Bürgerinnen und Bürger, die sich kritisch und konstruktiv einbringen. Das ist die Botschaft, die von der Mainzer Republik ausgeht“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Zu der Festveranstaltung hatte die Ministerpräsidentin gemeinsam mit Landtagspräsident Joachim Mertes eingeladen. Die Festrede hielt Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert.

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