Rekordbeteiligung bei Schülerwettbewerb der Ingenieurkammer

Ingenieurkammer zeichnet potenziellen Nachwuchs aus Schülerwettbewerb „BRÜCKENschlag“ verzeichnet Rekordteilnehmerzahl Mainz, 18.03.13 Am landesweiten Schülerwettbewerb der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz haben in diesem Jahr so viele Schülerinnen und Schüler wie noch nie in seinem sechsjährigen Bestehen teilgenommen. Darunter waren auch Tom Bender mit seinem Modell „Déjà-vu DaVinci“ sowie Jan Karsten Lindner und Michelle Robbins mit dem Modell „GEO-Brücke“ aus Mainz. Mit ihren Werken überzeugten die Teams die Fachjury und sicherten sich ein Preisgeld von jeweils 50 Euro. Passend zum Motto „BRÜCKENschlag“ bauten insgesamt 430 rheinland-pfälzische Schülerinnen und Schüler 130 Modelle einer Fußgängerbrücke. Die Jury vergab hierfür jeweils 15 Preise in zwei Alterskategorien – der Klassenstufe eins bis acht sowie der Klassenstufe neun und höher. Aufgabe der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Wettbewerb war es, das Modell einer Fußgängerbrücke zu bauen, deren Gehweg sieben bis zwölf Zentimeter breit ist und an jeder Stelle ein Gewicht von einem Kilogramm tragen kann. Zusätzlich sollte das Modell filigran und elegant gestaltet sein sowie ein möglichst geringes Eigengewicht haben. „Wir freuen uns sehr über das große Interesse an ingenieurtechnischen Themen, das die rege Teilnahme an unserem Wettbewerb erkennen lässt“, sagte Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz bei der Preisverleihung im Mainzer Schloss. Trotz der Rekordteilnehmerzahl unterstrich Lenz, dass es mehr als den Wettbewerb brauche, um den Ingenieurnachwuchs zu sichern. Schülerinnen und Schüler müssten besonders in den Naturwissenschaften aktiv gefördert werden. Der Kammerpräsident sagte: „Wir erhoffen uns von der Landesregierung deutlich mehr Einsatz bei der Bildungspolitik.“ So wünschte sich Lenz ein größeres Budget im Bildungssektor, das mehr Lehrerstellen und somit ein größeres Lehrangebot ermögliche: „In Arbeitskreisen, Wahlpflichtfächern und Projektgruppen kann den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zur Interessenförderung eingeräumt werden.“ Der Kammerpräsident betonte die große Bedeutung des Ingenieurberufs für die Gesellschaft: „Es ist bedauerlich, wenn wir nur noch auf die Fachkräfte aus dem Ausland hoffen und unseren eigenen Nachwuchs nicht ausreichend fördern.“ Durch den jährlich stattfindenden Wettbewerb wolle die Ingenieurkammer Rheinland- Pfalz allen Schülerinnen und Schülern eine Plattform bieten, um kreativ, konstruktiv und innovativ zu arbeiten und Freude am technischen Wissen zu gewinnen. „Natürlich bauen wir auf die 430 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ihre Modelle eingereicht haben“, sagte Lenz. „Sie haben mit ihren tollen Ideen bewiesen, dass sie der Ingenieurgeist erfasst hat und sie sich für technische Aufgaben begeistern können.“ Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium unterstützt den Wettbewerb seit Jahren, weil er die vielfältigen Bemühungen in den Schulen unterstützt, Schülerinnen und Schüler stärker für Berufsausbildungen und Studiengänge im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu motivieren. „Das Motto des diesjährigen Wettbewerbs ist dabei fast symbolisch, weil er schon seit Jahren erfolgreich eine Brücke schlägt zwischen Schülerinnen und Schülern einerseits und der Vielfalt attraktiver Ingenieurberufe andererseits“, betonte die Gymnasialabteilungsleiterin im Bildungsministerium, Barbara Mathea. Die Ergebnisse könnten sich sehen lassen: Knapp 30 Prozent aller Studienabgänger in Rheinland-Pfalz seien nach Angaben des Statistischen Landesamtes zuletzt aus mathematisch-naturwissenschaftlichen oder technischen Studiengängen gekommen. Zwischen 2007 und 2011 sei die Zahl der erfolgreich abgelegten Abschlussprüfungen in diesen Fächern um jeweils 55 Prozent angestiegen. Die Baudezernentin der Landeshauptstadt Mainz, Marianne Grosse, sagte: „In einer Wissensgesellschaft, die dem harten globalen Wettbewerb ausgesetzt ist, stellen Bildung, Leistungsbereitschaft und Erfindergeist unverzichtbare Ressourcen dar. Meine Gratulation geht daher neben den herzlichen Glückwünschen an die Preisträgerinnen und Preisträger auch an die Initiatoren dieses Wettbewerbs: Sie beweisen mit ihrer Aktion zur Nachwuchsförderung, wie man fachliches Interesse und Kreativität tatkräftig fördern kann“.

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