Hochschulen passen Bologna-Prozess Bedürfnissen an

Hochschulen bessern nach: Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses auf gutem Weg Mainz, 20.03.13 Anlässlich der Antwort der Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage (Drucksache 16/2037) zur Evaluierung des Bologna-Prozesses erklären Barbara Schleicher-Rothmund, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion der SPD und Gunther Heinisch, hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz: „Die Hochschulen des Landes haben in vielfältiger Weise auf Impulse zur Weiterentwicklung der Bologna-Reform reagiert. Die Landesregierung berichtet über die Verringerung der Prüfungsdichte in vielen Studiengängen und über eine größere Gestaltungsfreiheit der Studierenden bei der zeitlichen Abfolge von Pflichtveranstaltungen. Das Angebot an Wahl- und Wahlpflichtveranstaltungen wurde erweitert. Außerdem wurde Mobilität während des Studiums durch die Eröffnung von Zeiträumen für Aufenthalte an anderen Hochschulen erleichtert. Besonders erfreulich sind die Ergebnisse im Bemühen um einen möglichst offenen Zugang zum Masterstudium: Die Hochschulen verzichten zunehmend auf vorab festgelegte Bachelor-Mindestnoten als Zugangsvoraussetzungen zu Masterprogrammen. Wenn die Zahl der Anmeldungen das Angebot an Plätzen übersteigt, werden auch für Masterstudiengänge örtliche Zulassungsbeschränkungen festgelegt. Bei mehr als 80 Prozent aller Masterprogramme in Rheinland-Pfalz ist der Zugang allerdings frei von solchen Beschränkungen. Die Landesregierung berichtet zudem über positive Entwicklungen hinsichtlich eines Teilzeitstudiums. Die Umsetzung der zeitlich unbeschränkten Gebührenfreiheit des Studiums ermöglicht flexible und unbürokratische Übergänge zwischen Teilzeit- und Vollzeitstudium. Dies kommt Studierenden entgegen, die ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren oder aus anderen Gründen – wie etwa familiären Verpflichtungen – in Teilzeit studieren. Eine große Herausforderung bleibt die Erleichterung der Übergänge, wenn Studierende das Fach oder den Studienort wechseln. Probleme gibt es zum Beispiel immer noch bei der Anerkennung bereits erbrachter Studienleistungen. Hierbei kommt es darauf an, die Lissabon-Konvention konsequent umzusetzen: Sie schreibt eine Anerkennung von Studienleistungen vor, sofern ihre Gleichwertigkeit nicht widerlegt ist. Für eine vertiefende Bestandsaufnahme zur Umsetzung und Weiterentwicklung der Bologna-Reform werden die Koalitionsfraktionen im Landtag Rheinland-Pfalz demnächst eine Große Anfrage an die Landesregierung richten.“

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