Lernort Bauernhof jetzt mit pädagogisch geschulten Landwirten

Landwirtschaft „Den Lernort Bauernhof zum Leben erwecken“: Griese übergibt Zertifikate an die ersten Bauernhofpädagogen in Rheinland-Pfalz Mainz, 20.03.13 Wie wird das Korn zu Brot? Wie wird aus Milch Käse? Oder: Wie fühlen sich Schweine wohl im Stall? Wie man diese und andere Fragen rund um den Bauernhof Kindern und Jugendlichen altersgerecht beantwortet und erfahrbar macht, haben 18 Landwirtinnen und Landwirte aus Rheinland-Pfalz gelernt, die am ersten Qualifizierungstraining für Bauernhofpädagogen teilnahmen. Landwirtschaftsstaatssekretär Thomas Griese überreichte ihnen am Mittwoch auf dem Seminarbauernhof Gut Hohenberg in Queichhambach (Landkreis Südliche Weinstraße) ihre Abschlusszertifikate. „Ideal für Bauernhofbesuche von Schulklassen ist es, wenn die Betriebsleiter nicht nur auf ihrem Fachgebiet kompetent sind, sondern auch über pädagogisches Rüstzeug verfügen“, so Griese. In diesem Sinne seien die Absolventen des Kurses vorbildliche Repräsentanten der rheinland-pfälzischen Agrarwirtschaft. „Bauernhöfe sind ideale Lernorte, wenn es darum geht, Verständnis für die Zusammenhänge rund um Lebensmittelerzeugung, Umwelt- und Tierschutz sowie gesunde Ernährung zu wecken“, betonte Griese. Er bedankte sich bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, die den Kurs mit Hilfe von EU- und Landesmitteln im Rahmen des Projekts „Lernort Bauernhof“ ins Leben gerufen hat. In vier jeweils dreitägigen Modulen, die in der Evangelischen Landjugendakademie Altenkirchen und auf dem Seminarbauernhof Gut Hohenberg in Annweiler-Queichhambach stattfanden, lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Theorie und Praxis, wie der Lernort Bauernhof bestmöglich zum Leben erweckt werden kann. Auf dem Programm stand Kochen oder Feldarbeit mit Jugendlichen genauso wie die Berechnung der Wirtschaftlichkeit pädagogischer Angebote oder der Umgang mit Konflikten unter Schülern. Der Ausbau der Ernährungsbildung in Rheinland-Pfalz sei Ziel der Landesregierung, so Griese. Dazu zähle die Förderung des Projekts „Lernort Bauernhof“ genauso wie der Ausbau der Ernährungsberatung, das Schul- und Kitaobstprogramm oder das Coaching der Modellkitas für Ernährung. Griese: „Vom Wissen um gute Ernährung profitieren nicht nur die Kinder und Jugendlichen, sondern auch unsere landwirtschaftlichen Betriebe, für deren Qualitätsprodukte sich damit neue Marktchancen eröffnen.“

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