Baukonjunktur schwächt sich ab

Bauhauptgewerbe: Auftragseingänge und Umsätze im Januar 2013 gesunken

Bad Ems / Mainz, 22.03.13. Die Konjunktur im Bauhauptgewerbe gilt gemeinhin als Frühindikator. Nach den Januar-Ergebnissen des statistischen Landesamtes in Bad Ems, deutet sich eine geringere Konjunkturentwicklung für 2013 an. Die Auftragseingänge im rheinland-pfälzischen Bauhauptgewerbe sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Januar 2013 im Vorjahresvergleich um 7,5 Prozent gesunken. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2012 kam es zu einer deutlichen Verschlechterung um 38,8 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz verringerte sich um 4 Prozent gegenüber dem Ergebnis vom Januar 2012, im Vormonatsvergleich war ein kräftiger Rückgang um 57,3 Prozent zu verzeichnen. Veränderung gegenüber Januar 2012: Auftragseingänge minus 7,5 Prozent – Umsätze minus 4 Prozent Gegenüber dem Vorjahresmonat sind die Auftragseingänge um 7,5 Prozent gesunken. Im Hochbau wurde eine erhöhte Nachfrage registriert (plus 4,1 Prozent), die in erster Linie auf die positive Entwicklung im öffentlichen Hochbau zurückzuführen ist (plus 33,7 Prozent). Dagegen zeigte sich im Tiefbau eine ungünstige Entwicklung (minus 20 Prozent). Dort kam es in allen Bereichen zu deutlichen Verschlechterungen gegenüber dem Vorjahresergebnis. Im Vergleich zum Januar 2012 ging der baugewerbliche Umsatz um 4 Prozent auf rund 118 Millionen Euro zurück. Während es im Hochbau zu einer Verbesserung kam (plus 7 Prozent auf etwa 75 Millionen Euro), waren im Tiefbau deutlich sinkende Umsätze zu verzeichnen (minus 18,6 Prozent auf rund 43 Millionen Euro). Veränderung gegenüber Dezember 2012: Auftragseingänge minus 38,8 Prozent – Umsätze minus 57,3 Prozent Im Vormonatsvergleich ging die Nachfrage nach Bauleistung – nicht zuletzt aufgrund des Winterwetters – kräftig zurück. Auch in den vergangenen Jahren war im Januar häufig eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Gegenüber Dezember 2012 verringerten sich die Auftragseingänge um 38,8 Prozent. Alle Bereiche des Bauhauptgewerbes meldeten deutliche Rückgänge. Im Hochbau wurde ein Minus von 31,8 Prozent festgestellt, der Tiefbau hatte Einbußen von 46,4 Prozent zu verkraften. Gegenüber dem Vormonat kam es im Januar 2013 zu einem saisontypischen Rückgang des baugewerblichen Umsatzes um 57,3 Prozent. Im Vergleich zum Dezember 2012 beliefen sich die Umsatzeinbußen im Hochbau auf 50,7 Prozent; im Tiefbau gab es eine Verschlechterung um 65,4 Prozent. Alle Bereiche des Bauhauptgewerbes hatten erhebliche Umsatzeinbrüche. Der stärkste Rückgang war im Straßenbau zu beobachten (minus 68,1 Prozent). Mit einem Minus von 34,9 Prozent im öffentlichen Hochbau fiel selbst der schwächste Rückgang immer noch sehr kräftig aus. Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe werden anhand der endgültigen Ergebnisse für Rheinland-Pfalz monatlich nominale Indikatoren für die Auftragseingänge und den baugewerblichen Umsatz in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vormonat, dem Vorjahresmonat sowie dem Vorjahreszeitraum bereitgestellt. Die Daten stammen aus der Befragung von rund 350 Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten aus dem Bauhauptgewerbe. Die Konjunkturmeldung zur Baukonjunktur erfolgt sechs bis sieben Wochen nach Ende des Berichtsmonats. Bei der Einschätzung der Veränderungsraten ist zu beachten, dass die Entwicklung im Bauhauptgewerbe häufig durch Großaufträge geprägt ist.

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Europa)

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