Kolping-Verband beklagt Ausnutzung der Leiharbeit

Zunehmende Leiharbeit

Kolping-Landesverband mahnt Reform an

Mainz, 28.03.13. ”Der immer weiter zunehmenden Leiharbeit in Rheinland-Pfalz müsse dringend Einhalt geboten werden” fordert der Landesverband des Kolpingwerkes auf seiner Sitzung in Mainz und verweist dabei auf jüngste SWR-Recherchen und die ARD Dokumentation ”Ausgeliefert! Leiharbeit bei Amazon”. In einer Erklärung verlangt der Landesvorsitzende des katholischen Sozialverbandes Andreas Stellmann (Hessheim) eine gesetzliche Neuregelung. ”Es kann nicht sein, dass Leiharbeit zum Lohndumping missbraucht wird. Lohnunterschiede zwischen Stammbelegschaften und Leiharbeitern von etwa 50 Prozent wie von SWR festgestellt, seien nicht vermittelbar”. Stellmann und der stellvertretende Landesvorsitzende Richard Feichtner (Trier) stellten vor den Kolpingvertretern der rheinland-pfälzischen Bistümern klar, dass Leiharbeit zum ”Abfangen von Produktionsspitzen” durchaus wichtig sein könne, aber keineswegs die Notsituation vieler Menschen ausnutzen darf. ”Leiharbeit dürfe nicht dazu genutzt werden um Tarifverträge auszuhebeln und Arbeitnehmerrechte zu umgehen. Deshalb sei eine gesetzliche Regelung zwingend geboten. Letztendlich gehe es im Wettbewerb auch um den Schutz der mittelständigen Wirtschaft und des Handwerks und um diejenigen Betriebe, die sich an die Regeln halten”. Das Kolpingwerk in Rheinland-Pfalz umfasst die Diözesanverbände Mainz, Speyer, Trier und Limburg mit über 20.000 Mitgliedern.

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