Ruandische Frauenkooperative kann nun Champignons züchten

Irene Alt fördert Selbsthilfeprojekkt in Ruanda Mainz, 30.03.13 Ein besonders schönes Ostergeschenk haben ruandische Frauen erhalten. Sie können nun mit einer Champignonzucht beginnen und mit den Erlösen Ihrre Familien in eine bessere Zukunft führen. Frauenministerin Irene Alt hat hierfür Spendengelder in Höhe von 5.000 Euro für das Frauenprojekt im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda übergeben. Dr. Richard Auernheimer, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Rheinland-Pfalz-Ruanda, nahm den Spendenscheck entgegen. „Die Mittel gehen an die ruandische Frauenkooperative Urugero, die damit eine Pilzzucht aufbaut. Die Nachfrage nach Pilzen ist in dem ostafrikanischen Land groß. Mit ihrer Arbeit in der Kooperative ernähren die Frauen ihre Familien – insgesamt rund 700 Menschen“, erklärte Ministerin Alt. Große Unterstützung erfuhr das Spendenprojekt durch die LandFrauenverbände Rheinland-Nassau, Pfalz und Rheinhessen, die das Projekt von Anfang an begleiteten und bei ihren Mitgliedern eifrig um Spenden warben. Auch die Betreiberin der Kantine des Finanzministeriums, Katja Beralli, unterstützte das Frauenprojekt mit einer „Pilzwoche“, während der von jedem Essen ein Euro an das Ruanda-Projekt ging. Eine große Spende kam zudem vom Soroptimist International Club Mainz. Zusätzlich zu diesen 5.000 Euro leistete auch das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur einen großen finanziellen Beitrag. „Wir möchten die Frauen in Ruanda beim Aufbau einer eigenständigen Existenz unterstützen. Sie können dadurch ihre wirtschaftliche Situation und die Ernährung ihrer Familien entscheidend verbessern. Denn nach wie vor ist das Leben vieler ruandischer Frauen von Armut, Land- und Bildungsmangel geprägt“, erklärte Frauenministerin Alt das Projekt, das auf Initiative der Frauenkooperative zustande kam und in Zusammenarbeit mit dem Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz-Ruanda durchgeführt wird. Eine Präsentation mit Bildern von der Situation vor Ort und dem Projektauftakt in Ruanda rundete die Spendenübergabe ab. Seit 1982 ist Rheinland-Pfalz mit Ruanda partnerschaftlich verbunden. Mit dieser Partnerschaft zwischen einem Bundesland und einem Land der Dritten Welt beschritten Rheinland-Pfalz und Ruanda einen neuen Weg in der Entwicklungszusammenarbeit. Die Partnerschaft hat in der rheinland-pfälzischen Bevölkerung breite Resonanz gefunden. An ihr beteiligen sich mittlerweile über 50 Initiativen und Ruandagruppen in Gemeinden, Städten und Landkreisen. Aber auch über 250 Schulen und zahlreiche Vereine, Verbände, Universitäten und Fachhochschulen haben Beziehungen mit den entsprechenden Partnern in Ruanda aufgebaut. Das Besondere an dieser Entwicklungspartnerschaft ist, daß die Menschen direkt unterstützt werden. So kommt die Hilfe ohne Streuverluste da an, wo sie benötigt wird. Oft sind mit kleinen spenden große Erfolge zu erreichen: zum Beispiel mit der Übernahme von Kosten für die Schulbekleidung kann einem Kind der Zugang zur Bildung eröffnet werden.

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