ISB übernimmt soziale Wohnbauförderung

Neues Wohnbauförderungsprogramm löst Zinsgarantieprogramm ab. Mainz, 03.04.13 Bislang wurde die soziale Wohnbauförderung in Form eines Zinsgarantieprogrammes durch das Finanzministerium geleistet. Die Förderung geht nun auf die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz über. Diese fördert die Aufstockung des Eigenkapitals junger Familien durch nachringe Kredite. Banken finanzieren in der Regel nur 60% der Erwerbskosten. Junge Familien haben aber selten bereits 40% des Eigenkapitals angespart, sodaß hier eine Hilfe durch nachrangige Kredite notwendig ist. Dieses Programm beginnt am 01.04.13. Anträge für die neuen „ISB-Darlehen Wohneigentum“ und „ISB-Darlehen Modernisierung“ (Barrierefreiheit und/oder energetische Sanierung) können ab sofort bei der ISB gestellt werden. „Mit Übertragung der Kompetenzen auf die ISB nutzen wir die gebündelte Finanzkraft und Expertise des Förderinstitutes“, sagte der Vorsitzende des ISB-Verwaltungsrates, Finanzstaatssekretär Dr. Salvatore Barbaro, anlässlich der Pressekonferenz in Mainz. „Die guten Refinanzierungsmöglichkeiten der ISB als Anstalt des öffentlichen Rechts gewährleisten eine nachhaltige Förderung.“ Bis zur Fusion mit der Landestreuhandbank hatte die ISB lediglich den Status einer GmbH. Das Wohnen in der eigenen Immobilie hat in Rheinland-Pfalz nach wie vor einen hohen Stellenwert, was die Wohneigentumsquote in Höhe von 58 Prozent belegt. Damit liegt das Land auf Platz zwei nach dem Saarland und vor Baden-Württemberg im deutschlandweiten Vergleich. „Durch die Erhöhung der Einkommensgrenzen erweitern wir den Kreis der Förderberechtigten und erreichen künftig etwa zwei Drittel der rheinland-pfälzischen Bevölkerung“, sagte Ulrich Dexheimer, Sprecher des Vorstandes der ISB. Mit einem Zinssatz in Höhe von 2,45 Prozent p.a. bei einer Zinsfestschreibung von zehn Jahren biete die ISB nachrangige Kredite zu erstrangigen Konditionen und bleibe wichtiger Finanzierungspartner der Kreditinstitute. „Die gute Zusammenarbeit mit der Kreditwirtschaft werden wir auch mit den neuen Programmen fortsetzen.“ Bis zu 100.000 Euro kann das Darlehen für den Bau oder Erwerb einer Wohnimmobilie betragen, in der Stadt Mainz aufgrund der höheren Preise bis zu 120.000 Euro. Modernisierungsmaßnahmen an Bestandsimmobilien von Haushalten bis zu vier Personen können mit Darlehen in Höhe von maximal 60.000 Euro gefördert werden. Beantragt werden die ISB-Darlehen über die zuständigen Stadt- und Kreisverwaltungen. Zuvor stellen die Verwaltungen Förderbestätigungen aus, die mit dem Antrag einzureichen sind. „Wir streben dabei eine Bearbeitung des Antrages innerhalb von fünf Arbeitstagen nach Antragseingang an“, so Dexheimer. Regelmäßig werden zudem Beratertage der ISB in den Kreis- und Stadtverwaltungen stattfinden. „Gemeinsam mit der ISB haben wir ein schlankes und einfaches Förderprogramm entwickelt und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Förderung einer solide finanzierten Wohneigentumsbildung“, sagte Barbaro. Mit dem Darlehen ermögliche die ISB insbesondere jungen Familien das Wohnen in der eigenen Immobilie. Ebenso unterstütze sie die Anpassung der Wohnungsbestände an die Bedürfnisse älterer und behinderter Menschen, die Verbesserung der energetischen Standards sowie die Erhöhung des Gebrauchswertes der eigenen Immobilie. Eigenkapital, Zinsgarantieprogramm, junge Familien

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