Von Aristoteles über Albertus Magnus in die Gegenwart

Medizinische Gesellschaft Mainz lädt zum Themenabend am Mittwoch, 10. April 2013, um 19.15 Uhr ein Mainz, 04.04.13, br Der nächste Themenabend der Medizinischen Gesellschaft Mainz findet am Mittwoch, 10. April 2013, ab 19.15 Uhr statt. Im Fokus der Veranstaltung steht das Thema „Von Aristoteles zu Albertus Magnus in die Gegenwart“. Referent des Abends ist Prof. Dr. Marc-Aeilko Aris, Direktor des Departments II der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In die Thematik einführen und die Veranstaltung moderieren wird Frau Prof. Dr. phil. Mechthild Dreyer, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Philosophin mit spezieller Expertise für das Mittelalter. Veranstaltungsort ist der Hörsaal Chirurgie (Gebäude 505H) der Universitätsmedizin Mainz (Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz). Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Das Denken großer Philosophen hat unsere Kultur nachhaltig geprägt. Aristoteles (384-322 v. Chr.), Sohn eines Arztes und Lehrer Alexanders des Großen, war neben Platon und Sokrates einer der bedeutendsten Philosophen der Antike, dessen Gedanken und Erkenntnisse bis in unsere Gegenwart wirken. Dies ist nicht zuletzt Albertus Magnus (1200 – 1280 n. Chr.) zu verdanken, der mit seinen Kommentaren zu den Schriften von Aristoteles eine Renaissance der Werke von Aristoteles begründete. Diese gehörten im Mittelalter zu den Standardwerken hinsichtlich Logik, Naturphilosophie und Ethik und von Thomas von Aquin wurden sie als die philosophische Grundlage des christlichen Denkens angesehen. Aristoteles gilt zudem als Begründer der abendländischen Wissenschaft. Die enge Verbindung von Philosophie und Naturwissenschaft findet sich auch bei Albertus Magnus, der – abgesehen von seinen kirchlichen Aufgaben als Prediger des Dominikanerordens und Bischof von Regensburg – Philosoph und Naturwissenschaftler war und Patron der Naturwissenschaft ist. In der deutschen Geistesgeschichte wird Albertus Magnus und seine Gründung und curriculare Strukturierung des Kölner Generalstudiums als Beginn einer neuen Wissenschaftsepoche gewürdigt. Zu Beginn seiner Lehrtätigkeit am Kölner Generalstudium gelang es ihm die spezifische Leistungsfähigkeit der Philosophie und in der Folge aller nicht-theologischen Wissenschaften zu begründen und damit ihre Eigenständigkeit theoretisch zu sichern. In seinen Vorlesungen widmet sich Albertus Magnus auch den Werken des Aristoteles, wobei es ihm nicht nur darum ging, diese zu erklären. Vielmehr wollte er das durch Aristoteles vermittelte Wissenschaftsmodell, in dem Wissenschaften als die Entfaltung der natürlichen Anlage des Menschen zur Maximierung des Menschseins verstanden werden, seinen Zeitgenossen verständlich machen und ihm langfristige Geltung verschaffen. Albertus Magnus und Aristoteles waren also „Starke Köpfe“, und ebensolche – bedeutende Philosophen und Ärzte – will die Medizinische Gesellschaft in ihrer gleichnamigen Serie vorstellen.

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