Untermieter Fledermäuse sind ideale biologische Schädlingsbekämpfer

NABU ruft dazu auf, Fledermäuse willkommen zu heißen! geheimnisvolle Untermieter kehren zurück ——————— * NABU ruft dazu auf, Fledermäuse willkommen zu heißen! Mainz, 12.04.13 Der Frühling kommt. Auch wenn die Sonne sich doch noch etwas bedeckt hält, so sollen am Wochenende örtlich Temperaturen bis 25 °C erreicht werden. Nach dem langen Winter freut das aber nicht nur uns Menschen. Unsere gefiederten Nachbarn sind längst dabei ihre Nester zu bauen und viele Zugvögel sind schon zurück, um den Frühling mit ihrem Gesang zu begrüßen. Nicht ganz so auffällig ist da die Rückkehr eher heimlicher Untermieter: Auch die Fledermäuse verlassen nun nach und nach ihre frostsicheren Winterquartiere. Die nahrungsknappe Zeit haben die meisten von ihnen in sicheren Verstecken, abseits ihrer Sommerlebensräume, verschlafen und kehren nun – mit großem Hunger – zurück. Zum Glück für uns! Denn alle einheimischen Fledermausarten sind Insektenfresser und halten uns so manchen vielbeinigen Plagegeist vom Hals. Bis zu 5.000 Mücken kann eine einzelne Fledermaus pro Nacht vertilgen. Da ist es nicht verwunderlich, dass viele Menschen, die Fledermäuse an ihrem Haus beherbergen, mit einer rein biologischen Schädlingsbekämpfung belohnt werden. „Und das merkt man. Besitzer solcher Fledermausquartiere berichten häufig, dass sie kaum Fliegen und Stechmücken haben, solange die Fledermäuse am Gebäude leben“, erzählt Cosima Lindemann, Leiterin des Projekts „Fledermäuse Willkommen!“ beim NABU Rheinland-Pfalz. Trotzdem sind Fledermäuse nicht überall willkommen. Unzählige Quartiere werden jedes Jahr bei Sanierungsmaßnahmen zerstört, oder die Tiere aus Angst vor Verschmutzung am Gebäude vertrieben. So ist seit Mitte des letzten Jahrhunderts gerade der Quartierverlust eine Hauptbedrohung für unsere einheimischen Fledermäuse geworden. Gerade im Frühling, wenn viele Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden, sollte daher dringend auf die kleinen Untermieter geachtet werden. Meist ist es nicht einmal böser Wille, der dafür sorgt, dass Fledermausquartiere zerstört werden, sondern schlicht Unwissenheit.„Deshalb haben wir vor mehr als 2 Jahren die Aktion „Fledermäuse Willkommen!“ ins Leben gerufen, um auf die Wohnungsnot der Fledermäuse aufmerksam zu machen und Menschen, die den Tieren helfen wollen oder Sanierungen planen, zu beraten“, sagt Lindemann weiter. Wer Fledermausquartiere dauerhaft erhält, leistet einen unermesslich wertvollen Beitrag zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Fledermäuse und wird dafür nicht nur mit einem hauseigenen Schädlingsbekämpfungsdienst belohnt. Dieses Engagement zeichnet der NABU seither zudem mit der begehrten „Fledermäuse Willkommen!“ Plakette aus. Deshalb sind Fledermausfreunde in Rheinland-Pfalz dazu aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen und sich um die Auszeichnung zu bewerben. Weitere Informationen zum Projekt und zu den Teilnahmemöglichkeiten gibt es bei: Cosima Lindemann, NABU Rheinland-Pfalz, Tel.: 06131/140 39-29, Internet: www.fledermäuse-willkommen.de Die Aktion „Fledermäuse Willkommen!“ wird gemeinsam vom NABU und dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten getragen. Außerdem unterstützen die Experten des Arbeitskreis Fledermausschutz Rheinland-Pfalz die Aktion tatkräftig.

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