Die Rolle des Gauleiters Wagner im Elsass

Wider das Vergessen: Das Elsass unter den Nazis Vortrag „Der Gauleiter Wagner und das Elsass aus französischer Sicht“ von Prof. Jean-Laurent Vonau am 18. April 2013 in Gedenkstätte KZ Osthofen bei Worms / Eintritt frei Mainz, 13.04.13 Das NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz lädt am Donnerstag, dem 18. April 2013 um 18 Uhr zum Vortrag „Der Gauleiter Wagner und das Elsass aus französischer Sicht“ in die Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) ein. Der Referent Prof. Jean-Laurent Vonau, Buchautor und Historiker von der Universität Straßburg, hält seinen Vortrag in deutscher Sprache. Der Eintritt ist frei. Professor Jean-Laurent Vonau ist spezialisierter Historiker für Rechtsgeschichte und engagiert sich im Elsass für die historische Forschung und die Erinnerungsarbeit zum Zweiten Weltkrieg. Er war Mit-Initiator des Mémorials Alsace-Moselle in Schirmeck, des Museums der Regionen Elsass und Lothringen über die Zeit von 1870 bis 1953. Prof. Vonau ist Vizepräsident des Conseil Génèral des Départements Bas-Rhin und arbeitet seit Jahren mit dem NS-Dokumentationszentrum in Osthofen zusammen. Sein Buch „Le Gauleiter Wagner – Le Bourreau de l’Alsace“ ist 2011 im Verlag La Nuée Bleue in französischer Sprache erschienen. Zum Vortrag Der Nazi-Gauleiter Robert Wagner hatte bereits 1923 an Hitlers Putschversuch teilgenommen und war danach maßgeblich am NSDAP-Aufbau in Baden beteiligt. Nach 1933 war er badischer Reichsstatthalter und Gauleiter. Als die Wehrmacht im Frühjahr Frankreich 1940 besiegte, besetzte sie das Elsass. Wagner wurde Chef der Zivilverwaltung im Elsass. Seine Besatzungspolitik zielte vor allem auf die Germanisierung des Elsass ab, in der Öffentlichkeit französisch zu sprechen war verboten. Mit dem pfälzischen Gauleiter Josef Bürckel, Chef der Zivilverwaltung in Lothringen, führte er die brutale Deportation der Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saargebiet ins südfranzösische Lager Gurs im Oktober 1940 durch. Wagner ließ aus dem Elsass mindestens 100.000 Menschen ausweisen. Wer sich den Anordnungen der deutschen Besatzer widersetzte, landete im sog. Sicherungslager Schirmeck-Vorbruck, ganz in der Nähe des von der SS betriebenen Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof.

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