Gesetzliche Frauenquote jetzt!

Frauenquote Lewentz: Mutloser Kompromiss der Union Mainz, 16.04.13 Am kommenden Donnerstag stimmt der Bundestag über die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote in den Aufsichtsräten von Unternehmen ab. Im Vorfeld hatten zahlreiche Abgeordnete von CDU, CSU und FDP angekündigt, den Vorstoß von SPD, Grünen und Linkspartei zu unterstützen. Nun wurde innerhalb der Unionsparteien ein Kompromiss ausgehandelt, der besagt, ab 2020 eine Frauenquote in das schwarze Parteiprogramm zu schreiben. Dazu äußerte sich der SPD-Landesvorsitzende Roger Lewentz: „Was uns hier als Fortschritt verkauft werden soll, ist in Wahrheit eine Mogelpackung, welche die eigenen Reihen befrieden soll. Nur eine verbindliche Frauenquote in Aufsichtsräten kann männlich dominierte Strukturen aufbrechen und ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu echter Gleichberechtigung.“ Dass sich ausgerechnet die rheinland-pfälzische CDU-Fraktionsvorsitzende nun mit einem mutlosen Kompromiss der Bundespartei brüste, sei nicht nachvollziehbar, so Roger Lewentz weiter. Es bleibe nur zu hoffen, dass die Frauen in den schwarz-gelben Bundestagsfraktionen sich nicht für dumm verkaufen ließen und für die Frauenquote stimmten. „Erst die schwammige Flexiquote auf freiwilliger Basis und nun eine Frauenquote, die erst ab 2020 überhaupt ins Wahlprogramm geschrieben werden soll – das beweist doch, dass der CDU-Spitze die Kraft und der Wille fehlt, jetzt Nägel mit Köpfen zu machen“, stellte der SPD-Landesvorsitzende fest. Der aktuelle Vorschlag sei – nach der Einführung des Betreuungsgeldes – außerdem aufs Neue ein Beleg, wie sehr CDU und CSU an längst überkommenen Rollenbildern festhalten, so Roger Lewentz.

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