Baugewerbe weiter schwach

Bauhauptgewerbe: Aufträge und Umsätze im Februar 2013 niedriger als im Vorjahr

Bad Ems, 22.04.13. Die Auftragseingänge im rheinland-pfälzischen Bauhauptgewerbe sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Februar 2013 im Vorjahresvergleich um 29,3 Prozent gesunken. Gegenüber dem Vormonat kam es jedoch zu einer deutlichen Verbesserung um 21,1 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz verringerte sich um 0,8 Prozent gegenüber dem Ergebnis vom Februar 2012, im Vormonatsvergleich war eine Steigerung um 8,4 Prozent zu verzeichnen. Veränderung gegenüber Februar 2012: Auftragseingänge minus 29,3 Prozent – Umsätze minus 0,8 Prozent Gegenüber dem Vorjahresmonat sind die Auftragseingänge um 29,3 Prozent gesunken. Sowohl im Hochbau (minus 32,5 Prozent) als auch im Tiefbau (minus 25,7 Prozent) waren deutliche Einbußen zu verzeichnen. In der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber gab es die stärksten Rückgänge im öffentlichen Hochbau (minus 68,8 Prozent) sowie im gewerblichen Tiefbau (minus 43 Prozent). Zuwächse wurden lediglich im öffentlichen Tiefbau (plus 4,9 Prozent) sowie im Wohnungsbau (plus 1,5 Prozent) registriert. Im Vergleich zum Februar 2012 ging der baugewerbliche Umsatz um 0,8 Prozent auf rund 127 Millionen Euro zurück. Während es im Hochbau zu einer Verschlechterung kam (minus 1,4 Prozent auf etwa 77 Millionen Euro), waren im Tiefbau leicht steigende Umsätze zu verzeichnen (plus 0,2 Prozent auf rund 50 Millionen Euro). Veränderung gegenüber Januar 2013: Auftragseingänge plus 21,1 Prozent – Umsätze plus 8,4 Prozent Im Vormonatsvergleich zog die Nachfrage nach Bauleistung wieder kräftig an. Auch in den vergangenen Jahren war im Februar häufig eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Gegenüber Januar 2013 verbesserten sich die Auftragseingänge um 21,1 Prozent. Mit Ausnahme des öffentlichen Hochbaus (minus 37,4 Prozent) meldeten alle Bereiche des Bauhauptgewerbes Zuwächse. Dadurch kam es im Hochbau insgesamt nur zu einem Plus von 4,1 Prozent. Im Tiefbau verbesserte sich die Nachfrage nach Bauleistungen um 44,7 Prozent. Hier legte vor allem der öffentliche Tiefbau sehr stark zu (plus 91,6 Prozent). Gegenüber dem Vormonat kam es im Februar 2013 zu einem Anstieg des baugewerblichen Umsatzes um 8,4 Prozent. Im Vergleich zum Januar 2013 belief sich das Umsatzplus im Hochbau auf 3,3 Prozent; im Tiefbau gab es eine Verbesserung um 17,3 Prozent. Im gewerblichen Tiefbau zogen die Umsätze am kräftigsten an (plus 54,1 Prozent). Leichte Umsatzeinbußen gab es im Straßenbau (minus 2,4 Prozent) sowie im gewerblichen Hochbau (minus 1,7 Prozent). Veränderung gegenüber dem Zeitraum Januar bis Februar 2012: Auftragseingänge minus 20,8 Prozent – Umsätze minus 2,4 Prozent In den ersten beiden Monaten 2013 sank die Nachfrage nach Bauleistung – nicht zuletzt aufgrund der winterlichen Witterungsverhältnisse – im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20,8 Prozent. Im Hochbau wurde ein Minus von 18,4 Prozent registriert; im Tiefbau kam es zu einer Verschlechterung um 23,5 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz ging gegenüber dem Ergebnis der ersten beiden Monate des Vorjahres um 2,4 Prozent zurück. Zu der Umsatzsteigerung im Hochbau (plus 2,6 Prozent) trug ausschließlich der deutlich verbesserte gewerbliche Hochbau bei (plus 16,7 Prozent). Im Tiefbau wurde dagegen ein Umsatzrückgang um 9,4 Prozent beobachtet. Diese ungünstige Entwicklung wurde vor allem durch das kräftige Umsatzminus von 21,6 Prozent im Straßenbau bestimmt. Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe werden anhand der endgültigen Ergebnisse für Rheinland-Pfalz monatlich nominale Indikatoren für die Auftragseingänge und den baugewerblichen Umsatz in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vormonat, dem Vorjahresmonat sowie dem Vorjahreszeitraum bereitgestellt. Die Daten stammen aus der Befragung von rund 350 Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten aus dem Bauhauptgewerbe. Die Konjunkturmeldung zur Baukonjunktur erfolgt sechs bis sieben Wochen nach Ende des Berichtsmonats. Bei der Einschätzung der Veränderungsraten ist zu beachten, dass die Entwicklung im Bauhauptgewerbe häufig durch Großaufträge geprägt ist.

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Europa)

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